
Angeblich „extreme Gefahr“
„Die reinste Posse“: Handy-Warnung löst Ärger aus
Aktualisiert am 07.01.2026 – 12:35 UhrLesedauer: 2 Min.
In Berlin gibt es nach dem Stromausfall gute Nachrichten. Doch alle Berliner bekommen eine amtliche Mitteilung wegen „extremer Gefahr“ auf das Handy geschickt. Das steckt dahinter.
In Berlin haben die Behörden am Mittwochvormittag eine amtliche Gefahrenmitteilung auf alle Handys geschickt. In der Meldung, die von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport herausgegeben wurde, hieß es: „Im Laufe des Tages startet die Wiederversorgung der vom Stromausfall betroffenen Gebiete.“
Die Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport bestätigte auf der Plattform X, die Warnmeldung herausgegeben zu haben. Berlinweit seien „alle mobilen Empfangsgeräte angesteuert“ worden.
In der Mitteilung selbst ist allerdings von „extremer Gefahr“ keine Rede mehr. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Stromversorgung im Laufe des Vormittags wieder hergestellt werden soll, wie bereits zuvor der Regierende Bürgermeister Kai Wegner bestätigt hatte. Bis 10.30 Uhr, so die Anordnung in der Warnmeldung, müssen privat betriebene Notstromaggregate vom Netz getrennt werden, „um Schäden zu vermeiden“. Es könne währenddessen zu „kurzen Stromunterbrechungen“ kommen.
Ein t-online-Reporter berichtete von aufgebrachten Angehörigen, die sich wegen der Warnmeldung und des Textes „Extreme Gefahr“ Sorgen machten. Sie seien im ersten Moment davon ausgegangen, dass etwas Schlimmes passiert sei.
Auch in den sozialen Medien häuften sich verwunderte Kommentare: „Jetzt hauen sie über Cell Broadcast die Stromwiederherstellung raus. Erstmal erschrocken“, kommentierte ein Nutzer. Und ein anderer schrieb: „Es ist die reinste Posse hier in dieser Stadt.“
Wie die Berliner Innenverwaltung auf Nachfrage der dpa erklärte, sind in dem bundesweiten Warnsystem Textvorgaben für unterschiedliche Warnkategorien und Dringlichkeitsstufen voreingestellt. Diese, so eine Sprecherin, könnten nicht vor Ort verändert werden.









