
Feinstaub
Dicke Luft in der Stadt: In diesen Vierteln ist es besonders schlimm
05.02.2026 – 11:27 UhrLesedauer: 2 Min.
In Hamburg verschlechtert der starke Ostwind die Luft erheblich: Feinstaubkonzentrationen liegen vielerorts über kritischen Werten.
Tief ein- und ausatmen – und der Lunge damit was Gutes tun? In Hamburg ist davon momentan eher abzuraten. Wer einen Blick auf den Luftqualitätsindex wirft, sieht rot: An nahezu allen Messstationen des Umweltbundesamts wird die Luftqualität am Donnerstag mit „schlecht“ bewertet. Das kann gesundheitsschädlich sein.
Die Konzentration kleiner Feinstaubpartikel (PM2,5) beträgt in der Sternschanze aktuell 36 Mikrogramm pro Kubikmeter, in Wilhelmsburg 34 und an der Stresemannstraße sogar 38. Ein Tagesmittelwert von mehr als 25 µg/m gilt als gesundheitsschädlich – laut Richtwert der Weltgesundheitsorganisation sollte der Tagesmittelwert 15 µg/m nicht überschreiten.
Woran liegt es, dass die Luft in Hamburg aktuell so schlecht ist? Schuld ist der starke Ostwind, der derzeit durch den Norden Deutschlands zieht: Dadurch ist es nicht nur kalt und ungemütlich, es werden auch Partikel aus der Kohleverbrennung von Osteuropa in die Hansestadt geblasen.
Auch in anderen Städten im Norden wie etwa Hannover, Bremen und Braunschweig ist die Luftqualität schlecht. Das Portal „IqAir“ empfiehlt Anwohnern, die Fenster zu schließen und einen Luftreiniger zu verwenden. Empfindliche Personen sollten zudem in Erwägung ziehen, draußen eine Maske zu tragen.
Das Umweltbundesamt empfiehlt zusätzlich, sportliche Aktivitäten zu vermeiden oder auf Zeiten bzw. Orte zu verlegen, wenn die Luftqualität besser ist.
Feinstaub besteht aus winzigen Partikeln, die in der Luft schweben. Das Gemisch aus flüssigen und festen Teilchen setzt sich unter anderem aus Rußpartikeln, Mineralstaub, Verbrennungsrückständen und Reifenabrieb zusammen.
Bei den Messungen wird, abhängig von der Größe, zwischen zwei verschiedenen Arten von Feinstaub unterschieden: PM10 und PM2,5. Erstere sind größere Partikel, die beim Einatmen in die Nasenhöhle und die oberen Atemwege gelangen können. Gefährlicher wird es bei den feineren Partikeln PM2,5, die in Lungenbläschen und Bronchien eindringen können. Ultrafeine Partikel mit einem Durchmesser von 0,1 Mikrometer können sogar in den Blutkreislauf oder ins Lungengewebe kommen.
Die möglichen gesundheitlichen Folgen reichen von Schleimhautentzündungnen über Herz-Kreislauferkrankungen und Lungenkrebs.











