Meteorologe wird deutlich

Deutschland erwartet ein „sehr turbulenter Sommer“


23.05.2026 – 09:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Passanten laufen durch ein Sommergewitter (Symbolbild): Laut Meteorologen wird der Sommer 2026 von Wetterwechseln geprägt. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

Schon am Pfingstwochenende wird in einigen Teilen Deutschlands die 30-Grad-Marke geknackt – und stimmt auf die kommenden Monate ein. Wetter-Experten geben eine erste Prognose für den Sommer 2026.

Nachdem es pünktlich zu den Eisheiligen noch einmal einen richtigen Kälteeinbruch in Deutschland gegeben hatte, haben die Temperaturen in den vergangenen Tagen deutlich angezogen: Am Freitag lagen die Höchsttemperaturen in weiten Teilen des Landes über 25 Grad, an einigen Orten sogar über 30 Grad.

Das stimmt auch mit der Vorhersage von Diplom-Meteorologe Dominik Jung überein. Er erklärt auf Anfrage von t-online, dass sich die „Großwetterlage über Deutschland in der zweiten Maihälfte“ deutlich umstelle. Nach den langfristigen Prognosen verschiedener Modelle baue sich in West- und Mitteleuropa ein Hochdruckgebiet auf – am Pfingstwochenende seien die ersten Ausläufer zu spüren.

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Nach diesem ersten Vorgeschmack stelle sich dann schließlich ab dem ersten Juni-Drittel der richtige Sommer ein – „also längere Abschnitte mit dauerhaften Werten über 25 Grad und nur kurzen Unterbrechungen“.

Experte rechnet mit „turbulentem Sommer“

Wie der Klimatologe Karsten Brandt t-online erklärt, sagen aktuell mehrere Klimamodelle einen Sommer voraus, der zu warm wird. Brandt hält es für möglich, dass die Durchschnittstemperaturen im Juni und Juli zwischen ein und zwei Grad über den üblichen Werten liegen können.

Auch Dominik Jung teilt diese Prognose. Er erklärt, dass die „Saisonprognose dieses Jahr ungewöhnlich eindeutig“ sei. Er ergänzt: „Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent fällt der Sommer 2026 in Mitteleuropa überdurchschnittlich warm aus.“

Blitze am Hamburger Hafen (Symbolbild): Karsten Brandt rechnet mit einem „sehr turbulenten Sommer“. (Quelle: IMAGO/imago)

Der Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst ist mit einer Vorhersage hingegen noch vorsichtig: Auch er rechnet aber damit, dass der Sommer wenigstens etwas zu warm wird. Auch wenn Rückschlüsse nur mit Vorsicht zu genießen seien, weise ein Blick auf die vergangenen Sommer auf einen klaren Trend hin: Juni, Juli und August werden in Deutschland im Schnitt immer wärmer.

Wie der Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst wetterkontor.de t-online erklärt, ist der Grund für die überdurchschnittlichen Temperaturen die überdurchschnittliche hohe Wassertemperatur in den Meeren um Europa. Laut ihm kann eine finale Prognose erst nach dem sogenannten Siebenschläfertag gegeben werden. Der am 27. Juni begangene Gedenktag sei ein guter Indikator für die kommenden Monate.

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