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Home » Experte warnt vor „ungewöhnlicher Lage“
Deutschland

Experte warnt vor „ungewöhnlicher Lage“

By zeit-heute.deJanuar 8, 20262 Mins Read
Experte warnt vor „ungewöhnlicher Lage“
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Schneesturm trifft den Osten

„Wenn möglich, bleiben Sie zu Hause“


08.01.2026 – 13:21 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Fahrradfahrer im Schnee (Archivbild): Im Osten von Deutschland wird es kalt und windig.Vergrößern des Bildes

Ein Fahrradfahrer im Schnee (Archivbild): Im Osten von Deutschland wird es kalt und windig. (Quelle: IMAGO/Content Curation)

Minusgrade, Schnee und starker Wind: Ein Sturmtief rast auf Berlin und Brandenburg zu. Ein Meteorologe spricht von einer ungewöhnlichen Wetterlage.

Das Winterwetter hat den Osten von Deutschland seit Tagen fest im Griff. Doch die Lage wird sich noch verschärfen: Am Freitag (8. Januar) trifft ein Sturmtief vom Ärmelkanal auf Berlin und Brandenburg. Eisige Temperaturen sind die Folge. Genauso brisant ist aber der teils kräftige Schneefall in Kombination mit den Windböen.

Robert Scholz ist Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Im Gespräch mit der Regionalredaktion von t-online in Berlin redet er von einer „ungewöhnlichen Wetterlage“. Der Experte sagt auch, dass der Osten eine solche Situation seit rund 15 Jahren nicht mehr erlebt hat.

Er warnt die Menschen in den betroffenen Gebieten, vorsichtig zu sein: „Wenn möglich, bleiben Sie zu Hause.“ Falls das wegen Arbeit oder Ähnlichem keine Option sei und sich Personen doch auf die Straße begeben müssten, sollten sie sich vorbereiten, etwa mit einem warmen Getränk in einer Thermoskanne oder einer Decke im Fahrzeug.

In Berlin wird der Verkehr aus der Sicht des Wetterexperten vermutlich weitestgehend rollen. In Brandenburg könne es auf Landstraßen allerdings zu starken Schneeverwehungen kommen. „Der Schnee kann sich an einer Straßenseite auftürmen“, so Scholz. Schnell könne man irgendwo stecken bleiben. Mit Blick auf Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sagt er: „Mütze und Handschuhe sind Pflicht.“

Das hat einen Grund: Die Temperaturen in Berlin und Brandenburg sinken in der Nacht auf Freitag laut DWD auf Tiefstwerte zwischen minus drei und minus acht Grad. Am Freitag selbst steigen die Werte demnach nur leicht auf ein bis minus sechs Grad. Die „Windchill“-, also die gefühlte Temperatur, liegt laut Scholz allerdings deutlich niedriger: bei minus 15 bis minus 25 Grad. Diese gefühlte Temperatur entsteht ihm zufolge, wenn die kleine Luftschicht, die die Menschen umgibt, weggeweht wird. „Es fühlt sich dann alles sehr eisig an“, so der Wetterexperte.

Der Schneefall in Berlin und Brandenburg ist dazu am Freitag ergiebig: Gebietsweise sind laut DWD fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee möglich, örtlich sogar 15 Zentimeter. Zudem wehen den Angaben zufolge Windböen um die 60 Kilometer pro Stunde, die dann zu Schneeverwehungen führen. Lokal ist demnach sogar mit starken Verwehungen zu rechnen.

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