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Home » Ex-Trigema-Chef bei „Maischberger“: Grupp reagiert auf Weidel-Fake-Bild
Politik

Ex-Trigema-Chef bei „Maischberger“: Grupp reagiert auf Weidel-Fake-Bild

By zeit-heute.deJuni 10, 20262 Mins Read
Ex-Trigema-Chef bei „Maischberger“: Grupp reagiert auf Weidel-Fake-Bild
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Grupp ließ sich von CDU einspannen

Binnen acht Tagen hatte Grupp nach eigenem Bekunden 120 Beschäftigte zu CDU-Mitgliedern gemacht. Der Kandidat wurde auch mithilfe ihrer Stimmen gewählt. Maischberger lachte ob des freimütigen Bekenntnisses, doch Grupp betonte: „Da bin ich stolz.“ Er selbst sei zwar auch in die CDU ein-, aber sofort wieder ausgetreten. Denn nachdem Kritik an seiner Rolle aufgekommen sei, habe ihn der Kreisverband nicht unterstützt.

In die Kritik aus der Wirtschaft an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte Grupp in der Talkshow nicht einstimmen. Er müsse als Unternehmer seine Probleme selbst lösen und könne nicht auf die Politik warten. Grupp teilte aber Merz‘ Kritik am Bedürfnis nach Work-Life-Balance. „Da können wir nicht unsere Wirtschaft aufrechterhalten“, sagte der Ex-Trigema-Chef. Work-Life-Balance könne man nach der Fünftagewoche am Wochenende genießen.

Grupp über Suizidversuch

Grupp hatte Ende 2023 nach 55 Jahren an der Firmenspitze Trigema an seine beiden Kinder und seine Ehefrau übergeben. Im Juli 2025 versuchte er, sich das Leben zu nehmen. Nachts hätten ihn Gedanken wie „Zu was bist du eigentlich noch da?“ gequält, berichtete der 84-Jährige im Gespräch mit Sandra Maischberger. Am Ende sei er zum Schluss gekommen: „Dann kann ich ja gleich gehen.“

Er hatte anschließend die Diagnose „Altersdepression“ erhalten, diese öffentlich gemacht und nach eigenem Bekunden 2.000 Briefe von Menschen in ähnlicher Situation erhalten. Er bereue den Suizidversuch. „Aber es ist passiert“, sagte Grupp. „Ich habe mein Leben gelebt und bin jederzeit bereit abzudanken“, sagte er.

Kubicki fühlt sich fit

Kubicki dagegen sprach über die Zukunft. Er hatte sich eigentlich schon aus der Spitzenpolitik zurückgezogen. „Ich fühle mich fit“, sagte der 74-Jährige in der Talkshow, betonte jedoch: „Ich bin nicht die Zukunft der FDP, aber die Partei braucht eine Zukunft.“

Die Kampfkandidatur seiner parteiinternen Konkurrentin Agnes Strack-Zimmermann schien ihn immer noch umzutreiben. Spätestens während der vier Stunden, die sie auf dem Parteitag gesessen hatten, hätte Strack-Zimmermann ihn von ihrer spontanen Kandidatur unterrichten können, kritisierte Kubicki. Aber jetzt sei es egal: „Die Schlacht ist geschlagen.“

Strack-Zimmermann hatte 40 Prozent der Delegiertenstimmen erhalten. Spekulationen über eine Spaltung der FDP wies Kubicki als „völlig absurd“ zurück. Jetzt würden sich alle hinter der Führungsmannschaft versammeln. Konkrete Beweise für einen angeblichen Rechtsruck auch durch den neuen FDP-Generalsekretär Martin Hagen gebe es nicht. Kubicki sprach von einem lediglich „allgemeinen Gefühl“, das sich daraus speise, dass Hagen früher Geschäftsführer der rechtskonservativen Denkfabrik Republik21 war. Hagen hatte die Brandmauer als „Popanz“ bezeichnet.

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