„Einer der größten Sportler seiner Zeit“
Ehemaliger DDR-Nationalspieler Kreische gestorben
Aktualisiert am 01.04.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Für die DDR bestritt er 50 Länderspiele, bei Dynamo Dresden wurde er zur Vereinslegende. Nun ist Hans-Jürgen Kreische im Alter von 78 Jahren verstorben.
Dynamo Dresden trauert um seinen Ehrenspielführer Hans-Jürgen Kreische. Wie die Sachsen am Mittwoch mitteilten, verstarb der ehemalige Torjäger und spätere Trainer in der Nacht vom 31. März auf den 1. April im Alter von 78 Jahren nach einer Krankheit.
Kreische bestritt 50 Länderspiele für die DDR, in denen er 22 Treffer erzielte. Der Stürmer nahm an der WM 1974 teil und stand beim legendären 1:0-Sieg über die BRD über 90 Minuten auf dem Platz. Zwei Jahre zuvor hatte er großen Anteil am Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in München, als er fünf Treffer in sieben Partien erzielte.
Auch auf Vereinsebene feierte er zahlreiche Erfolge, wurde mit Dresden fünfmal DDR-Meister, gewann einmal den Pokal. Dazu wurde er gleich viermal Torschützenkönig der DDR-Oberliga und 1973 zum Fußballer des Jahres gekürt. Nach seiner Karriere wurde er Trainer, betreute Dynamo in der Saison 1995/96 in der Regionalliga, nachdem der Klub aus der Bundesliga zwangsabsteigen musste. Außerdem arbeitete er als Talentscout unter anderem für den Hamburger SV und RB Leipzig.
Kreisches Dynamo-Ehrenspielführer-Kollege Ralf Minge sagte in einem Klub-Statement: „Hansi war ohne Zweifel einer der größten Sportler seiner Zeit. Als junge Kerle haben wir zu ihm aufgeblickt, wie zu kaum jemand anderem. Wenn er den Platz betrat, waren magische Momente nicht weit.“
Und weiter: „Auch nach seiner aktiven Zeit hat er sich in den Dienst der Sportgemeinschaft gestellt, als Cheftrainer, Scout und Unterstützer des Nachwuchses. Ich wünsche seiner Familie viel Kraft in dieser schweren Stunde. Hansi Kreische wird für alle Schwarz-Gelben auf ewig unvergessen bleiben.“
Auch Dresdens Präsident Ronny Rehn erinnerte an Kreische: „Auch wenn ich nicht mehr das Glück hatte, Hans-Jürgen Kreische selbst auf dem Rasen erleben zu dürfen, so waren die Geschichten um die von ihm geschlagenen Schlachten legendär. Es mutet unfassbar an, dass er nun nicht mehr unter uns weilt.“
Vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstagabend wird Dresden mit einer Gedenkminute an Kreische erinnern. Zudem läuft die Mannschaft mit Trauerflor auf.












