Fußballprofi als Kriegsaugenzeuge
Torhüter berichtet von militärischem „Riesen-Schlag“
03.03.2026 – 13:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Angriffe auf den Iran erlebt ein ehemaliger Profi von Eintracht Braunschweig vor Ort mit. Er berichtet von lauten Einschlägen – und flieht in Richtung Türkei.
Johansson erklärte, dass sich die Mannschaft in den Vorbereitungen auf das Achtelfinale in der asiatischen Champions League befand, als sie die Nachricht über den beginnenden Krieg erreichte. „Es wurde uns schnell klar, dass wir das Land am besten verlassen sollten“, so Johansson zur „Bild“.
Am Samstagmorgen hatten Israel und die USA koordinierte Raketenangriffe gegen Ziele in dem Land gestartet. Teheran griff im Gegenzug mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion an. Im Iran starben nach Angaben des örtlichen Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe.
Dass die Lage im Iran eskaliert, habe Johansson am eigenen Leib erfahren. „Wir saßen im Hotel auf dem Trainingsgelände, als es auf einmal einen Riesen-Schlag gab. Das ganze Gebäude hat gezittert“, schilderte der Torhüter der „Bild“.
Nur wenige Minuten später habe ein Auto bereitgestanden, mit dem er zur türkischen Grenze gefahren wurde. Über Istanbul ging es für ihn nach Göteborg in sein Heimatland Schweden, wo er nun bei seiner Familie ist, sagte er der „Bild“. Dort halte er sich nun vorerst individuell fit, während er die Nachrichten im Iran verfolge.
Der Torhüter hatte von Sommer 2024 bis Sommer 2025 bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag gestanden. In der Löwenstadt war er in elf Pflichtspielen zum Einsatz gekommen, hatte sich aber nicht als Stammtorhüter etablieren können. Nachdem er dem BTSV den Rücken kehrte, war er zunächst rund zwei Monate lang vereinslos, ehe er im Iran anheuerte. Dort absolvierte er bislang lediglich ein Spiel.












