Er sollte schon früher nach München kommen
Gescheiterter Nagelsmann-Deal: Ex-Bayern-Boss packt aus
29.05.2026 – 06:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Als Cheftrainer trainierte Julian Nagelsmann den FC Bayern knapp zwei Jahre lang. Fast wäre er jedoch schon viel früher in München gelandet.
Vor seiner Zeit als Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft bekleidete Julian Nagelsmann als Coach des FC Bayern München bereits eine der prominentesten Rollen im deutschen Fußball. Im Juli 2021 wechselte Nagelsmann von RB Leipzig zum deutschen Rekordmeister. Seine Amtszeit endete im März 2023 mit einem unrühmlichen und etwas überraschenden Rauswurf zugunsten von Thomas Tuchel.
Fast wäre Nagelsmann in anderer Funktion jedoch schon viel früher beim FC Bayern gelandet. Wie der ehemalige Technische Direktor der Bayern, Michael Reschke, im t-online-Podcast „Nagelsmann – The Youngest One“ verrät, wollte der Klub Nagelsmann schon im Jahr 2015 für seine Jugendabteilung gewinnen. Nagelsmann war damals noch Trainer der U19-Mannschaft in Hoffenheim. Diese Funktion sollte er auch in München ausfüllen.
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Nagelsmann habe damals noch ein Jahr Vertrag in Hoffenheim gehabt, verrät Reschke. Seine regionale Verbundenheit zu Bayern habe ihn aber gelockt. „Als Kind der Region war das für ihn eine tolle Geschichte und er hatte einfach sehr viel Lust nach München zu wechseln, da U19-Trainer zu werden in dem ganzen Gebilde mit Pep Guardiola“, sagt Reschke. Star-Trainer Guardiola trainierte damals die Bayern-Profis.
Nach einer rund eineinhalbstündigen Beratung in der Münchner Chefetage sei auch Uli Hoeneß von der Idee des Wechsels begeistert gewesen. „Für uns alle war eigentlich klar, das versuchen wir. Wir versuchen, Julian nach München zu holen“, sagt Reschke.
Hopp ließ den Wechsel platzen
Nun ging es in die Verhandlungen mit dem Hoffenheim-Finanzier Dietmar Hopp. Zu ihm pflegt Uli Hoeneß ein gutes Verhältnis. „Da war eine persönlich starke Bindung zwischen Hoeneß und Hopp da und halt auch eine respektvolle Bindung. Uli hat dann gesagt: Ich werde den Dietmar anrufen und wenn er grünes Licht gibt, der hat nur noch ein Jahr Vertrag, dann werden wir sicherlich eine Lösung finden“, erinnert sich Reschke.

Doch die Verhandlungen scheiterten. „Weil Hopp dem Uli erklärt hat: gar keine Chance. Der bleibt auf jeden Fall, wir haben mit dem noch viel vor. Und hat dann eigentlich auch schon durchklingen lassen, dass er Julian als zukünftigen Cheftrainer der TSG Hoffenheim sieht“, so Reschke. So kam es dann auch: Nagelsmann übernahm im Februar 2016 als Cheftrainer der TSG, wechselte im Juli 2019 zu Leipzig und schließlich erst im Sommer 2021 nach München.










