Deutsche DMK und Arla
Fusion von Molkerei-Riesen von der EU genehmigt
29.05.2026 – 01:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Elefantenhochzeit in der europäischen Molkereibranche: Arla und DMK gehen zusammen. Die EU sieht keine Hindernisse für deutsche Milchbauern.
Die Europäische Kommission hat die Fusion der deutschen Molkereigenossenschaft DMK mit dem dänisch-schwedischen Unternehmen Arla Foods ohne Auflagen genehmigt. Laut Kommission gibt es keine Gefahr für den Wettbewerb – weder bei der Rohmilchbeschaffung noch bei der Belieferung des Einzelhandels.
Die Unternehmen seien bei der Rohmilchbeschaffung vor allem in Norddeutschland Konkurrenten, hieß es in der Kommissionsmitteilung. Arla sei aber aufgrund ihrer genossenschaftlichen Struktur verpflichtet, die gesamte Milch ihrer angeschlossenen Landwirte abzunehmen und allen denselben Preis zu zahlen. Einen Anreiz zur Preissenkung in Gebieten mit hohen Marktanteilen habe das Unternehmen deshalb nicht.

EU sieht weiter Wettbewerbsdruck
Auch bei der Lieferung von Eigenmarkenprodukten an den Einzelhandel und bei Zutaten auf Molkebasis sah die Kommission kein Problem. Nach ihrer Einschätzung werde es weiter genug Wettbewerbsdruck durch andere Unternehmen geben.
Den Zusammenschluss hatten Arla und DMK im Juni 2025 angekündigt. Er solle mehr als 12.000 Milchbauern zusammenbringen und „die leistungsstärkste Molkereigenossenschaft Europas“ schaffen, hieß es damals. Das fusionierte Unternehmen soll nach Angaben der beteiligten Unternehmen den Namen Arla tragen. Der künftige Hauptsitz soll nach früheren Angaben in Viby in Dänemark liegen.
DMK hat seinen Sitz im niedersächsischen Zeven und seine Verwaltung in Bremen. Die meisten Standorte des Unternehmens liegen in Niedersachsen, weitere Betriebe befinden sich unter anderem in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg. Zusammen kommen beide Unternehmen nach Unternehmensangaben auf knapp 19 Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 28.700 Mitarbeiter.












