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Home » Eto’o soll 568.000 Euro veruntreut haben – Infantino verwickelt?
Sport

Eto’o soll 568.000 Euro veruntreut haben – Infantino verwickelt?

By zeit-heute.deSeptember 11, 20262 Mins Read
Eto’o soll 568.000 Euro veruntreut haben – Infantino verwickelt?
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Nach Testspiel gegen Russland

Infantino-Unterstützer soll über halbe Million Euro veruntreut haben

11.09.2026 – 15:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Gianni Infantino (l.) und Samuel Eto’o: Der Fifa-Präsident kann sich der Unterstützung des zweimaligen Champions-League-Siegers sicher sein. (Quelle: IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock)

Verbandspräsident Samuel Eto’o soll eine Antrittsprämie für ein Spiel auf sein persönliches Konto eingezahlt haben. Sein enges Verhältnis zu Fifa-Präsident Infantino wirft dabei Fragen auf.

Die britische Zeitung „The Times“ erhebt schwere Vorwürfe gegen Samuel Eto’o. Der Präsident des kamerunischen Fußballverbands soll rund 568.000 Euro aus einer russischen Spielgebühr auf sein persönliches Konto bei der Qatar National Bank in Doha eingezahlt haben – ohne das Geld an den Verband weiterzuleiten.

Bei dem Geld soll es sich um die Antrittsgebühr für ein Freundschaftsspiel zwischen Russland und Kamerun handeln. Die Partie fand im Oktober 2023 in Moskau statt – zu einem Zeitpunkt, als Russland bereits von offiziellen Fifa- und Uefa-Wettbewerben ausgeschlossen war. Die „Times“ habe Rechnungen und Verträge eingesehen, aus denen zwei Zahlungen in Höhe von rund 455.000 Euro und 113.000 Euro hervorgehen. Eto’o bestreitet die Vorwürfe.

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Ehemalige Führungskräfte des kamerunischen Fußballverbands, die nach eigenen Angaben von Eto’o aus der Organisation gedrängt wurden, haben vor über einem Jahr formelle Beschwerden beim Ethikkomitee der Fifa eingereicht. Seitdem habe es keinerlei Rückmeldung gegeben.

Der kamerunische Journalist Guibai Gatama war von 2021 bis 2022 selbst Teil der Verbandsführung. Der „Times“ erklärte er: „Meines Wissens gibt es keine Buchhaltungs- oder Bankunterlagen, die belegen, dass die auf Samuel Eto’os Privatkonto in Katar überwiesenen Gelder anschließend auf ein offizielles Konto von Fecafoot transferiert oder in deren Buchhaltung erfasst wurden.“ Und weiter: „Die Akteure im kamerunischen Fußball interpretieren das Schweigen der Fifa als politische und institutionelle Unterstützung für Samuel Eto’o.“

Infantino ist für Eto’o „ein großer Bruder“

Damit steht die Frage im Raum, ob Eto’os enge Beziehung zu Fifa-Präsident Gianni Infantino ihn vor Konsequenzen schützt. Infantino war wegen seines Plans, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, in die Kritik geraten. Die Uefa kündigte daraufhin ein mögliches Strafverfahren gegen ihn in der Schweiz an. Die Fifa schaltete die US-Justiz ein und wirft der Uefa eine „Verleumdungskampagne“ vor. In der Fifa-Klage wird Eto’o als Unterstützer von Infantinos gescheitertem Investorenplan genannt.

imago images 1035575174Vergrößern des Bildes
Im Oktober 2023 absolvierten Russland mit Sergey Pinyaev (l.) und Kameruns Team um Jean-Charles Castelletto ein Testspiel gegeneinander. (Quelle: IMAGO/Mike Kireev/imago)
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