
Altersvorsorge
Was lässt mir mehr Witwenrente: Versicherung oder ETF-Sparplan?
Aktualisiert am 22.01.2026 – 08:45 UhrLesedauer: 3 Min.

Sollten Witwenrentner eine private Rentenversicherung beitragsfrei stellen und zu ETFs wechseln? Welcher Weg Ihnen am Ende das meiste Geld bringen dürfte.
Die eigene Rente lässt sich mit geschickter Planung optimieren – nicht nur, aber vor allem, wenn man Geld übrig hat, das man zur Seite legen kann. So macht es auch eine t-online-Leserin, die 42 Jahre alt ist und bereits eine hohe Hinterbliebenenrente bezieht.
Einen Teil ihres Einkommens zahlt sie in eine private Rentenversicherung ein, um zusätzlich zur gesetzlichen Rente fürs Alter vorzusorgen. Doch sobald ihr die private Rente später ausgezahlt wird, kürzen diese Bezüge ihre Witwenrente. Sie fragt sich daher: „Macht es für junge Menschen wie mich Sinn, die private Rentenversicherung beitragsfrei zu stellen und stattdessen in einen ETF-Sparplan einzuzahlen?“
Für unsere Leserin bedeutet das: Auch die Erträge aus einem ETF-Sparplan würden die Witwenrente kürzen, allerdings in geringerem Umfang, als es die private Rente tun würde, da diese bei der Anrechnung wie Lohn behandelt wird, die Kapitalerträge hingegen wie die oben erwähnten Mieteinnahmen.
Wichtig zu wissen: Gekürzt wird in allen Fällen immer erst dann, wenn die weiteren Einkünfte den Freibetrag für die Hinterbliebenenrente überschreiten. Dieser liegt bis zum 30. Juni 2026 bei 1.076,86 Euro im Monat. Für jedes Kind erhöht er sich um weitere 228,42 Euro. Der Freibetrag wird in der Regel jährlich erhöht. Mehr dazu, wie Einkommen auf die Witwenrente angerechnet wird, lesen Sie hier.
Ob der Leserin nun mehr von ihrer Hinterbliebenenrente übrig bleibt, wenn sie regelmäßig ETF-Anteile kauft, statt ihre private Rentenversicherung fortzuführen, lässt sich pauschal nicht sagen. Es kommt schließlich darauf an, wie gut sich die verschiedenen Anlageformen entwickeln. So wird vom Ergebnis des ETF-Sparplans prozentual gesehen zwar weniger angerechnet. Sind die Erträge aber deutlich größer als die private Rente der Versicherung, könnte die Witwenrente trotzdem stärker sinken.
Allerdings sollte nicht der absolute Betrag der Witwenrente entscheidend sein, sondern das, was unterm Strich herauskommt, wenn man alle Einnahmen betrachtet. Und da kann ein Umstieg auf einen ETF-Sparplan durchaus Sinn ergeben. Das gilt insbesondere, wenn es sich bei der privaten Rentenversicherung nicht um eine fondsgebundene Versicherung handelt. Letztere kann durchaus auch in ETFs investieren. Welche Vor- und Nachteile das gegenüber einem reinen ETF-Sparplan bietet, lesen Sie hier.











