Richterin schlägt gütliche Einigung vor
Verona Pooth: „Kann mich darüber nicht wirklich freuen“
Aktualisiert am 03.03.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Aktuell kämpft Verona Pooth in Düsseldorf vor Gericht. Es geht um einen höheren Schadensersatz wegen eines großen Schmuckdiebstahls. Noch gibt es keine Einigung.
Moderatorin, Unternehmerin und Werbegesicht Verona Pooth hofft gut vier Jahre nach dem Diebstahl ihres Schmucks durch Einbrecher auf ein Entgegenkommen von Versicherungen. Nach einer gemeinsamen Klage mit ihrem Mann Franjo Pooth gegen einen Versicherungsmakler hat das Landgericht Düsseldorf jetzt eine gütliche Einigung angeregt.
Dabei soll es sich um ein Drittel des geforderten Schadenersatzes handeln, der sich nach Gerichtsangaben auf knapp 700.000 Euro belaufe. Zudem könnte auch eine weitere Zahlung der Hausratversicherung in Betracht kommen.
Auf Instagram meldete sich Verona Pooth nach der zweistündigen Verhandlung zu Wort. Sie erklärte: „Im Moment gibt es nur eine Vergleichssumme, worüber ich mich nicht wirklich freuen kann. Aber ich muss vernünftig sein. Ich muss einen klaren Kopf bewahren, ich muss darüber nachdenken, wie weit ich was annehmen kann.“ Sie hoffe, bald damit abschließen zu können. „Es war nicht einfach heute, aber ich habe um mein Recht gekämpft“, sagte die 57-Jährige. Sie schrieb dazu noch: „Mehr kann ich im Moment nicht sagen.“
Verona und Franjo Pooth werfen einer Maklerfirma Pflichtverletzungen vor. Erst nach dem Diebstahl des Schmucks habe sich herausgestellt, dass sie unterversichert gewesen seien. Bei der ihr nach dem Diebstahl des Schmucks genannten Versicherungszahlung in Höhe von 650.000 Euro sei sie zunächst von einem Teilbetrag ausgegangen, denn ein erheblicher Teilbetrag des Schadens sei noch offen. Die Maklerfirma habe hingegen erklärt, dass sie keine Pflichtverletzung begangen habe. Das Landgericht Düsseldorf will am 11. Mai eine Entscheidung in dem Fall bekannt geben.
„Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk“, hatte Pooth vor Prozessbeginn zu „Bild“ gesagt. Andere hätten Aktien oder Immobilien gekauft. Sie habe hingegen gezielt hochwertigen Schmuck erworben. „Diamanten, Gold und Markenstücke von Rüschenbeck, Cartier und Rolex. Schmuck verliert nicht an Wert“, erläuterte sie. Ihr Schmuck sei über eine Million Euro wert.
Der Einbruch in die Villa der TV-Moderatorin an Heiligabend 2021 ist bisher unaufgeklärt. Im Juli 2022 wurden die Ermittlungen eingestellt. Wie Überwachungsaufnahmen nahelegen, die Pooth nach dem Einbruch selbst publik gemacht hatte, waren vier Täter daran beteiligt.









