
„Brückenschlag Süd“
Stadt äußert sich zur Zukunft der Echobrücke
Aktualisiert am 28.11.2025 – 18:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Ringgleis ist eine beliebte Radstrecke bei Braunschweigern – allerdings lässt es sich aufgrund von Brückensperrungen nicht in eins durchfahren. Nun gibt es neue Pläne.
Am Kennel geht es bergab – oder bergauf, je nachdem aus welcher Richtung der Radfahrer unterwegs ist. Hier am Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Braunschweig jedenfalls ist erst einmal Schluss – hier wird das Ringgleis unterbrochen.
Es geht vorbei am Schloss Richmond, der Zuckerbergsiedlung und dem Bebelhof, bis die alte Gleisführung an der Borsigstraße wieder erreicht wird, beschreibt es die Stadt in einer Mitteilung und betont: Diese Umleitung ist Teil des vorläufigen Ringschlusses von 2019.
Denn drei ehemaligen Eisenbahnbrücken über die Oker werden beim Ringgleis ausgeklammert – so eben auch am Kennel, wo man nicht über die Echobrücke fahren darf.
Doch die Stadt meint, dass sich das nun ändern könnte. Der Ringgleisschluss auf der Originaltrasse, der „Brückenschlag Süd“, ist nicht nur Teil des Masterplans Ringgleis, sondern laut Verwaltung auch eine Maßnahme des Förderprojekts Bahnstadt.
So habe die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass die ursprünglich in Aussicht gestellten Flächen, darunter die ehemalige sogenannte Gleisharfe des Güterbahnhofs, nicht zur Verfügung gestellt werden könnten. Hintergrund ist die Planung neuer Gleis- und Infrastrukturanlagen seitens der Deutschen Bahn.
Aufgrund des Wegfalls dieser Grundstücke seien die Maßnahmen und Finanzmittel im Förderverfahren Bahnstadt neu zu strukturieren, teilt die Stadt mit. Hat zur Folge, dass der Ringgleisweg über die Echobrücke sowie über die Brücken der Wolfenbütteler und der Salzdahlumer Straße vollständig mit einem Teil der frei gewordenen Fördermittel aus der Bahnstadt finanziert werden könnte. Aktuelle Schätzungen gehen von einem Betrag von knapp drei Millionen Euro aus.
Grundsätzlich seien sich die Parteien – also die Deutsche Bahn als Eigentümerin der drei Brücken – und die Stadt einig, auf eine Realisierung des „Brückenschlags Süd“ hinzuarbeiten. Die Stadt hat eine Bauvoranfrage bei der DB eingereicht, um die bauliche Machbarkeit zu klären. Die nächsten Schritte sähen dann so aus: Auf dieser Grundlage wäre im weiteren Verlauf ein Antrag auf Mitnutzung zu stellen, der schließlich in einen Gestattungsvertrag mit der DB münden soll.
Hinsichtlich der Förderung hat das Land Niedersachsen laut Stadt Zustimmung signalisiert. Ziel der Stadtverwaltung sei es, im ersten Halbjahr des nächsten Jahres einen Beschlussvorschlag über diese Erweiterung in den Gremienlauf zu geben. So soll die Voraussetzung geschaffen werden, um die weiteren Schritte einzuleiten und die Planung vorzubereiten, informiert die Stadt in der Mitteilung weiter.











