Iran-Krieg
Dubai-Rückkehrer berichten: „Fühlte sich wie pure Angst an“
Aktualisiert am 03.03.2026 – 19:58 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs landet ein Emirates-Flugzeug aus Dubai erstmals wieder in Frankfurt. Es sind emotionale Szenen im Terminal zwei.
Große Erleichterung am Frankfurter Flughafen: Ein erstes Flugzeug der Airline Emirates aus Dubai ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs in Frankfurt am Main gelandet. Der Linienflug setzte kurz nach 13.30 Uhr auf. Zahlreiche Angehörige nahmen die Rückkehrer in Empfang, die über mehrere Tage im Nahen Osten festgesessen hatten. An Bord des Airbus A380 befanden sich rund 500 Passagiere, wie ein Reporter der Frankfurter Lokalredaktion von t-online am Flughafen erfahren hat.
Ein Passagier reckte nach der Ankunft die Fäuste in die Höhe und jubelte „Europa!“ Seine Frau Marta aus Posen in Polen sagte über die Situation vor Ort: „Unsere Kinder haben geweint und hatten sehr große Angst. Wir sind so, so froh, wieder hier zu sein.“
Ein anderer Passagier berichtet, er habe die militärische Eskalation vor Ort mitbekommen. „Ich habe abgeschossene Raketen und die Jets gesehen“, sagt der 39-jährige Wassim Malad. „Ich bin es gewohnt aus dem Libanon“, sagte er. Die militärische Eskalation habe er von dem Balkon seines Hochhauses jedoch aus nächster Nähe mitverfolgen können.
Immer wieder fallen sich Angehörige und Rückkehrer in die Arme. Freudentränen fließen. So auch bei einer Frau, die offenbar ihre Enkelin und Angehörige in Empfang nimmt. Ramona Kamm, die mehrere Tage in Dubai verbracht hatte, fällt einem Angehörigen sofort in die Arme, der kaum in Worte fassen kann, wie erleichtert er ist. „Wir haben Einschläge gehört und wie Raketen oder Drohnen abgefangen wurden“, sagt Kamm. Dennoch habe sie sich sicher gefühlt, da die Regierung so viele Flugkörper abgefangen habe.
Als Paulina Roth mit ihrer Familie aus der Tür zur Ankunftshalle am Frankfurter Flughafen treten, fällt sie schnell um den Hals ihrer Mutter. Gemeinsam weinen sie kurz. In Dubai hätten sie andere Familien getroffen, gegenseitig habe man sich geholfen und informiert, erzählt Roth. Die Raketenalarme hätten sich nach „purer Angst“ angefühlt. „Wir hatten auf unser Handy dann die Warnmeldung bekommen und sind dann ins Treppenhaus“, sagt sie.
Der 27-jährige Baberzai Merzad hatte einen Tag im Chaos am Flughafen Dubai ausharren müssen, bevor es dann doch zurück in ein Hotel ging. „Die Situation war scheiße“, sagte er. Nun sei er aber erleichtert, wieder da zu sein. Auch wenn er zwei Tage bei der Arbeit gefehlt habe.










