Start für einige Betriebe
Erster Spargel in Bayern geerntet – spielt das Wetter mit?
20.03.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Sinkende Anbauflächen setzen die Spargelbetriebe unter Druck. Ob die Saison 2026 besser wird als die vergangenen Jahre, hängt an einem entscheidenden Faktor.
Die Spargelsaison in Bayern hat begonnen und einige Betriebe ernten bereits die ersten Stangen. Ob die Saison 2026 gut wird, ist offen. Für eine Prognose sei es noch zu früh, sagt Claudia Westner vom Spargelerzeugerverband Südbayern. Miriam Adel, Vorsitzende des Spargel-Erzeugerverbandes Franken, rechne mit einer durchschnittlichen bis guten Saison – sofern das Wetter mitspiele, teilte sie der Nachrichtenagentur dpa mit.
Laut Landesamt für Statistik bauten bayerische Betriebe 2025 auf 3.292 Hektar Spargel an. Die Fläche sinkt seit 2018 kontinuierlich. 2018 lag die Erntemenge noch bei fast 23.400 Tonnen. 2025 stieg sie erstmals wieder – auf gut 20.700 Tonnen.
Das größte zusammenhängende Anbaugebiet liegt rund um Schrobenhausen. Laut Claudia Westner bewirtschaften dort 48 Betriebe auf 680 Hektar den „Schrobenhausener Spargel“. Das Produkt trägt eine geschützte geografische Angabe. Weitere wichtige Anbaugebiete sind Franken sowie die Region rund um Abensberg und Straubing.
Die Branche steht unter Druck. Westner sagt: „Es ist immer schwieriger geworden, gute Leute zu bekommen und diese die ganze Saison zu halten.“ Kleinere Betriebe hätten deshalb in der Vergangenheit aufgegeben, erläutert sie.
Hinzu kommt die Konkurrenz aus dem Ausland. Erzeuger aus Spanien und Griechenland könnten günstiger anbauen und verkaufen, erklärt Adel. Ein Verbändebündnis aus dem Agrarbereich hat laut dpa gefordert, den Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte um bis zu 20 Prozent zu unterschreiten.












