
Erste Opfer in der Schweiz identifiziert
Wurde ein Bar-Umbau zur Todesfalle?
Aktualisiert am 03.01.2026 – 12:37 UhrLesedauer: 3 Min.
Player wird geladen
Mindestens 40 Menschen starben, als bengalisches Feuer auf Champagnerflaschen die Decke in Brand steckte und eine Bar zur Todesfalle werden ließ. Jetzt veröffentlicht die Polizei neue Details.
Zwei Tage nach der Feuerkatastrophe von Crans-Montana in der Schweiz sind die ersten Opfer identifiziert. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, handelt es sich um vier junge Menschen, allesamt Schweizer Staatsbürger: „Die in den vergangenen Stunden geleistete umfangreiche Identifikationsarbeit hat es ermöglicht, zum jetzigen Zeitpunkt zwei Schweizerinnen im Alter von 21 und 16 Jahren sowie zwei Schweizer im Alter von 18 und 16 Jahren zu identifizieren“, hieß es. Die Leichen seien den Familien übergeben worden.
Bei dem Brand in der Silvesternacht sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. 119 weitere wurden teils schwer verletzt. Von den Verletzten waren bis Freitag 113 identifiziert worden. Darunter waren 71 Schweizer sowie 14 Franzosen, 11 Italiener, 4 Serben sowie einzelne Personen aus anderen Ländern. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.
50 der Verletzten sollen in andere europäische Länder ausgeflogen werden, weil die Kapazitäten vor Ort fehlen, alle Schwerstverletzten angemessen zu versorgen. Ärzte rechnen damit, dass die Zahl der Toten weiter steigt.
Teilweise sei bei den Patienten mehr als 70 Prozent der Körperoberfläche verbrannt, sagte Kathrin Neuhaus, Chefärztin des Brandverletzungszentrums im Kinderspital Zürich. „Das heißt, sie sind Infektionen ausgesetzt, sie verlieren Wärme und es kommt durch die schwere Brandverletzung zu einer Verbrennungskrankheit, die den ganzen Körper systematisch betrifft, also auch das Herz-Kreislauf-System“, erklärte sie dem Sender SRF. Zudem hätten viele durch das Einatmen von Rauch schwere Schäden, etwa an der Lunge, davongetragen.
Bei der Ursachensuche für das verheerende Feuer in der Bar „Le Constellation“ geht es unter anderem um den Brandschutz. Hatte das Lokal genügend Notausgänge und waren sie korrekt ausgeschildert?







