Es wog nur 500 Gramm

Bakterium: Baby stirbt in deutschem Krankenhaus

15.04.2026 – 19:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Frühchen in einem Krankenhaus (Symbolbild): Inzwischen wurde der Erreger mehrfach nachgewiesen. (Quelle: Jennifer Brückner/dpa/dpa-bilder)

Auf einer Intensivstation für Frühgeborene hat ein Bakterium tödliche Folgen. Ein weiteres Baby ist ebenfalls infiziert.

Ein Frühchen ist in einem Bremer Krankenhaus nach einer von einem Bakterium ausgelösten Infektion gestorben. Wie eine Sprecherin der Klinikgesellschaft Gesundheit Nord mitteilte, handelt es sich um den Erreger Serratia marcescens. Das Bakterium kann demnach mit Antibiotika gut behandelt werden und stellt für größere und gesunde Kinder keine relevante Gefahr dar. Bei Frühgeborenen kann der Keim allerdings Infektionen auslösen.

Auf der Intensivstation für Frühgeborene im Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums Bremen-Mitte wurde der Erreger in den vergangenen zwei Wochen an drei Patienten nachgewiesen, wie es in der Mitteilung heißt. Ein sehr kleines Baby, das bei der Geburt nur rund 500 Gramm wog, starb demnach am vergangenen Wochenende an einer durch dieses Bakterium verursachten Infektion.

„Ein weiteres Frühgeborenes hat eine Infektion, ist aber unter antibiotischer Therapie stabil“, teilte die Sprecherin mit. Ein drittes Kind sei mit dem Bakterium besiedelt, zeige aber keine Anzeichen einer Infektion. Der Erreger wurde bei routinemäßigen Screening-Untersuchungen entdeckt.

Die Klinik habe verschiedene Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, hieß es. Die betroffenen Kinder seien von den anderen Patienten und Patientinnen isoliert worden, es gebe zusätzliche Umgebungsuntersuchungen und Hygienemaßnahmen sowie Schulungen für die Eltern. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt seien die Maßnahmen überprüft worden. Den Angaben zufolge wurden bei verschiedenen Untersuchungen keine weiteren Erreger gefunden.

„Die Gesundheit Nord nimmt die Situation sehr ernst“, hieß es. „Den Eltern des gestorbenen Frühgeborenen gilt das Mitgefühl aller Beteiligten.“ Die betroffene Intensivstation hat zwölf Plätze für sehr kleine und kranke Frühgeborene.

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