Sie suchte nur ihren Hund

Selbstschussanlage verletzt Frau schwer


Aktualisiert am 04.05.2026 – 16:14 UhrLesedauer: 1 Min.

Spezialeinsatzkräfte (Symbolbild): Die Polizei ermittelt gegen einen 43-Jährigen. (Quelle: Marius Becker/dpa/dpa-bilder)

Ein Hund läuft weg, eine Frau will ihn einfangen. Dabei betritt sie ein fremdes Grundstück – und plötzlich löst sich ein Schuss. Das SEK rückt zum Einsatz aus.

In Sachsen-Anhalt ermittelt die Polizei gegen einen Hausbesitzer, der eine verbotene Selbstschussanlage auf seinem Grundstück errichtet haben soll. Wie die Beamten am Montag mitteilten, löste sich am Wochenende vermutlich aus dieser Anlage ein Schuss mit Schrotmunition und traf im Landkreis Jerichower Land eine 54 Jahre alte Frau.

Die Frau wurde in der zu Gommern zählenden Ortslage Dannigkow schwer verletzt. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich laut Polizei aktuell außer Lebensgefahr.

Den Schuss aus der Selbstschussanlage habe sie vermutlich versehentlich ausgelöst, als sie ihren Hund suchte, teilten die Beamten mit. Das Tier sei am Samstag weggelaufen und auf das fremde Grundstück gekommen. Die 54-Jährige sei dem Tier gefolgt.

Ob der 43-jährige deutsche Grundstückseigentümer die Selbstschussanlage errichtet hat, ist laut Polizei Teil der laufenden Ermittlungen. Zahlreiche Polizisten sowie Elitepolizisten eines Spezialeinsatzkommandos waren am Samstag auf dem Grundstück im Einsatz.

Das Grundstück und das Haus des Mannes wurden durchsucht, zahlreiche Waffen wurden beschlagnahmt. Wie der MDR berichtet, wurden auch Betäubungsmittel gefunden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Da kein Verdacht für ein vorsätzliches Tötungsdelikt vorlag, wurde kein Haftbefehl beantragt. Der Einsatz von Selbstschussanlagen zur Sicherung von Privatgrundstücken ist in Deutschland verboten.

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