Risiko durch ungünstige Routinen
Wer Demenz fürchtet, sollte diese Fehler im Ruhestand meiden
10.04.2026 – 09:24 UhrLesedauer: 4 Min.
Manche Menschen fiebern ihr ganzes Arbeitsleben auf den Ruhestand hin – und erkranken dann an Demenz. Wie lässt sich das Risiko senken?
Endlich ausschlafen, mehr Zeit mit den Liebsten verbringen, Hobbys nachgehen, das Leben genießen: So oder so ähnlich stellen sich wohl viele Berufstätige ihren Ruhestand vor. Die Realität sieht aber häufig anders aus. Denn im Rentenalter steigt das Risiko für zahlreiche Erkrankungen, auch für solche, die einem unbeschwerten Leben im Weg stehen. Zu den häufigsten gehört dabei die Demenz.
Bei einer Demenz lassen die Geisteskräfte zunehmend nach. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lernen, Orientierung, Sprache und die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu interagieren: Nahezu alle wichtigen kognitiven Prozesse können vom Abbau betroffen sein. Die Einschränkungen schreiten immer weiter fort, bis die Betroffenen ihren Alltag nicht mehr eigenständig bewältigen, geschweige denn aktiv gestalten und genießen können.
Eines vorweg: Ob gewisse ungesunde Gewohnheiten die Entstehung einer Demenz fördern, lässt sich nicht sicher sagen. Was man bislang darüber weiß, basiert auf Beobachtungsstudien, die ursächliche Zusammenhänge nie zweifelsfrei beweisen können. Am Ende lassen sie üblicherweise die Frage offen: Hat nun die untersuchte Gewohnheit zur Demenz geführt oder ist die Gewohnheit vielmehr ein Symptom der Demenz?
Gleichwohl hat die Forschung bereits wertvolle Hinweise auf mögliche Risikofaktoren für Demenz geliefert. Und ausgerechnet im Ruhestand kommen nicht selten mehrere dieser Faktoren zusammen, vor allem:
Zu ihnen neigen in erster Linie Menschen, für die mit dem Ende des Berufslebens:
Tatsächlich kamen Studien zu dem Ergebnis, dass ein späterer Renteneintritt mit besserer kognitiver Leistungsfähigkeit und einem geringeren Demenzrisiko einhergeht. Andere Untersuchungen hingegen konnten einen solchen Zusammenhang nicht finden oder lieferten sogar Anhaltspunkte dafür, dass der Ruhestand der kognitiven Leistungsfähigkeit zugutekommt. Das heißt: Ob der Ruhestand der geistigen Fitness schadet oder nützt, lässt sich bislang nicht eindeutig beantworten. Entscheidend ist vermutlich, wie Menschen diese Lebensphase gestalten.











