26.03.2026 – 18:33 UhrLesedauer: 2 Min.
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Dem vor Niendorf gestrandeten Wal geht es schlecht. Aber die Hoffnung lebt. Ein Taucher sagt, der Wal vertraue ihm jetzt – und sei hochmotiviert.
Die Rettungsaktion für den an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwahl läuft weiter. Ein schwimmender Schaufelbagger trug am Donnerstag Sand vor Niendorf ab, um eine Rinne für das Tier zu schaffen, durch die es ins Tiefe und damit in die Freiheit gelangen könnte.
Der Meeresbiologe Robert Marc Lehmann begab sich im Taucheranzug unterdessen mehrfach direkt neben den Wal. Am Donnerstagnachmittag sagte Lehmann den „Lübecker Nachrichten“, er sei jetzt hoffnungsfroher als zuvor. Als er neben dem Wal gewesen sei, habe er gemerkt, dass der Wal ihm vertraue. „Er ist ganz ruhig, wenn ich bei ihm bin“, zitierte die Zeitung den Biologen. Der Wal habe Überlebenswillen: „Er will starten.“
Doch noch ist es nicht so weit. Die Baggerschaufel sei zwar schon ganz nah an den Buckelwal herangekommen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Aber Stephanie Groß, Walexpertin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), erklärte, die Rinne sei wegen Orientierungsschwierigkeiten des Baggerfahrers noch unvollständig. Im trüben Wasser sei oft nicht zu erkennen, wo der Sand bereits bewegt worden sei.
Deshalb sollte die geplante Rinne mit Bojen markiert werden. Gleichzeitig war ein zweiter Bagger im Einsatz: Er baute zunächst eine Rampe, um näher an den Wal heranzukommen.
Ziel ist es, mit den Baggern möglichst noch am Donnerstag eine 50 Meter lange, sechs Meter breite und 1,20 Meter tiefe Rinne vor dem Kopf des Wals zu graben. Wenn diese fertig ist, soll das Tier in die tiefere Ostsee gebracht werden. Anschließend sollen Schiffe der Wasserschutzpolizei den Wal dann in Richtung Nordsee geleiten. Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichteten, sind diese Schiffe bereits vor Ort. Gelingt die Rettung am Donnerstag nicht mehr, soll am Freitag der nächste Versuch gestartet werden.










