
„Brauchte eine Kettensäge“
Fluggesellschaft entschuldigt sich für Essen – in der Ersten Klasse
09.01.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.
In der 1. Klasse ist alles besser: Sitze, Fußraum, Service. Das stimmt offenbar nicht immer, wie jetzt ein Passagier anprangert.
Wenn Sie das nächste Mal ein Flugzeug besteigen und in der beengten Economy-Class ihren Platz einnehmen, sollten Sie nicht neidvoll auf die Passagiere der Ersten Klasse schielen. Denen geht es womöglich gar nicht so viel besser. Zudem haben sie ein Vielfaches des Holzklassenpreises bezahlt. Das lässt zumindest der Beitrag eines US-Amerikaners auf dem Social-Media-Portal X erahnen („Travelbook“ hatte in Deutschland zuerst berichtet).
Peyman Milanfar war mit der US-Fluggesellschaft United Airlines unterwegs und veröffentlichte später enttäuscht ein Foto seines Menüs. Zu sehen ist eine Schüssel, gefüllt mit einer ungeschnittenen Tomate, Gurkenscheiben, grünen Salatblättern, Käse und gräulichen Würfeln, die offenbar aus einem Stapel von Truthahnwurstscheiben herausgeschnitten worden sind.
Milanfar nennt das Essen eine „bowl of sadness“, zu Deutsch: „Schüssel voll Traurigkeit“. Er schreibt dazu: „Hey United, ist das ein Witz? Ich war gerade auf einem Fünf-Stunden-Flug in der Ersten Klasse, und das serviert ihr mir zum Abendessen.“ Zwischen mysteriösem Fleisch, das aussieht, als käme es aus dem 3D-Drucker, und Käsewürfeln vom Discounter steckte eine Tomate, „für die ich eine Kettensäge gebraucht hätte“, heißt es weiter. „Das ist ehrlich unfassbar.“
Tatsächlich bekommt Milanfar für sein Foto von den Lesern eine Menge Spott. Aber nicht, weil sie ihm das Erste-Klasse-Reisen neiden, sondern weil sie auf ihren Flügen besser speisen. „Das ist die Vorspeise auf unserem letzten Flug mit Emirates“, schreibt eine Frau und postet ein Menü aus vielen kleinen Happen, die kunstvoll angerichtet sind. „Kaviar-Service pünktlich zur Stelle bei Lufthansa“, schreibt ein anderer und stellt das Foto einer servierenden Flugbegleiterin dazu.










