
„Unterricht nicht möglich“
Elternteil bedroht Kinder – Schweizer Schule kapituliert
22.01.2026 – 15:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Schulleitung spricht von einem Klima der Verunsicherung und Angst, Unterricht sei so nicht mehr möglich. Die Schule schließt.
Aus Angst vor einem Elternteil hat eine Grundschule im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden vorübergehend den Unterricht eingestellt. Die Schule im 700-Einwohner-Ort Reute bleibt Donnerstag und Freitag geschlossen, dann sind erst einmal Ferien.
Per Brief wurden die Eltern informiert. Die Schweizer Zeitung „Blick“ zitierte die Direktion, Kinder und Mitarbeitende fühlten sich bedroht: „Im aktuellen Klima von der Verunsicherung und Angst ist ein Schulunterricht nicht möglich.“
Es sei in den vergangenen Tagen zu konkreten sicherheitsrelevanten Vorfällen im schulischen Umfeld gekommen, hieß es weiter. „Dabei wurden eine Lehrperson sowie Schulkinder durch einen Elternteil bedroht.“ Kinder seien unter anderem auf dem Schulweg von dem Elternteil bedrängt worden. Einige Kinder seien deshalb bereits aus dem Unterricht genommen worden.
„Wir mussten die Schule schließen, um die Schüler zu schützen“, sagte die Gemeindepräsidentin von Reute, Karin Steffen. Jetzt sollen die Ferien laut Schulleitung genutzt werden, „um die Situation gemeinsam mit den zuständigen Stellen aufzuarbeiten und das weitere Vorgehen für den Schulbetrieb festzulegen“.
Auch die Polizei wurde über die Lage informiert, wie ein Sprecher bestätigte. „Der Polizei liegt aber bislang keine Anzeige vor“, fügte er hinzu. Deshalb könne er keine Angaben zu der Bedrohung machen.










