Elektroauto auf der Autobahn
Zwei echte Reichweiten-Killer enttarnt
Aktualisiert am 01.04.2025 – 10:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Dachbox rauf, Reichweite runter: Anbauten am Elektroauto können den Stromverbrauch deutlich erhöhen. Aber man kann etwas dagegen tun.
Wer mit dem Elektroauto in den Urlaub fährt, möchte oft Dachbox und Fahrradträger mitnehmen. Aber die Anbauten gehen kräftig ins Geld – zumindest was die Reichweite angeht. Tests haben gezeigt, wie viel mehr Strom das Zubehör verbraucht.
Jeder Anbau am Auto erhöht den Luftwiderstand und damit den Energieverbrauch. Besonders kritisch ist dieser Effekt bei Elektroautos – insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Aufgrund der relativ begrenzten Batteriekapazität fallen Reichweitenverluste hier stärker ins Gewicht als bei Verbrennungsmotoren.
In einem Reichweitentest wurden ein BMW iX und ein Polestar 2 mit verschiedenen Karosserievarianten gefahren. Hier sind die Ergebnisse bei 100 km/h.
Beim hohen SUV iX sind die Einbußen insgesamt moderater als bei der flacheren Limousine Polestar 2. Hier spielen die Stirnfläche und die Aerodynamik eine große Rolle.
Zum Vergleich: Ein Mercedes C220d Diesel büßte auch mit allen Anbauteilen nur rund 24 Prozent Reichweite ein. Dank des großen Tanks waren es aber immer noch über 1.200 Kilometer.
Die Reichweitenverluste lassen sich teilweise durch eine angepasste Fahrweise ausgleichen. So verbraucht der Polestar 2 mit Zubehör bei Tempo 100 ähnlich viel wie bei Tempo 130 ohne. Wer also etwas langsamer und vorausschauender fährt, kann Strom sparen.
Bei der Routenplanung sollten die Anbauten berücksichtigt werden. Regelmäßige Ladestopps sind auf längeren Strecken unumgänglich. Dazu sollte man sich über die verfügbaren Ladepunkte informieren. Auf kurzen innerstädtischen Strecken spielen die Anbauten aber kaum eine Rolle.