Aus für Gratis-Besuch?
Beliebtem Wahrzeichen droht Preis-Hammer
12.06.2026 – 17:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehr als 2,2 Millionen Menschen besuchten die Plaza der Elbphilharmonie im vergangenen Jahr kostenlos. Das könnte sich bald ändern – und sorgt bereits für Unruhe in der Bürgerschaft.
Der Eintritt zur Aussichtsplattform der Hamburger Elbphilharmonie könnte künftig fünf Euro kosten. Das berichtet der NDR unter Berufung auf mehrere Quellen, die mit der Finanzierung des Konzerthauses vertraut sein sollen. Ein konkretes Datum für die mögliche Einführung des Eintrittsgeldes ist in dem Bericht nicht genannt.
Ein Sprecher der Kulturbehörde verwies auf laufende Haushaltsverhandlungen und bat um Geduld. Bereits vor rund drei Monaten hatte ein Behördensprecher erklärt: „Wir prüfen derzeit mit Blick auf die angespannte Haushaltslage, einen Eintritt zu erheben, so wie es eigentlich schon nach den ersten knapp zwei Jahren geplant war. Details stehen aber noch nicht fest.“
Linksfraktion hält mögliche Kosten für „Unverschämtheit“
Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft lehnt das mögliche Eintrittsgeld ab. Marie Kleinert, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, sagte in einer Mitteilung: „Dass hier versucht wird, aus einem Ort für alle Geld für die Stadtkasse herauszuholen, ist eine absolute Unverschämtheit.“ Kleinert verwies dabei auf die Steuergelder, die bereits für die Elbphilharmonie geflossen seien.
Die CDU-Fraktion zeigte sich grundsätzlich offen für einen Eintritt, hält fünf Euro pro Person aber für zu viel. Kulturpolitiker Dietrich Wersich kritisierte: „Das geht vor allem zu Lasten von Menschen mit wenig finanziellen Mitteln, die unangemessen zur Kasse gebeten werden.“
Elbphilharmonie-Plaza: Vorbild Kölner Dom?
Die Plaza auf 37 Metern Höhe gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Sie wurde Ende 2016 eröffnet und war seitdem kostenlos zugänglich.
Zuletzt hatte auch der Kölner Dom angekündigt, ab Juli Eintritt zu verlangen. Für den Besuch des Innenraums der Kirche, die jährlich rund sechs Millionen Menschen anzieht, sollen zwölf Euro fällig werden. Gottesdienstbesucher sind davon ausgenommen.












