Nach 170 Tagen
Eisbachwelle in München plötzlich zurück
Aktualisiert am 27.03.2026 – 06:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach 170 Tagen war die Eisbachwelle plötzlich wieder da. Die Hoffnung auf ein Naturwunder währte nur kurz.
Ein Instagram-Video hat am Donnerstag Münchens Surferszene in helle Aufregung versetzt: Die weltberühmte Eisbachwelle im Englischen Garten stand plötzlich wieder – nach mehr als 170 Tagen ohne Welle. Doch die Freude währte nur kurz.
Zunächst rätselte sogar die Profi-Szene. Sowohl die Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) als auch der Surf Club München erklärten, ihnen sei nichts über einen aktuellen ungenehmigten Einbauversuch bekannt. Die Hoffnung wuchs: Hatte sich die Welle nach dem jüngsten Hochwasser vielleicht ganz natürlich regeneriert – durch angeschwemmten Kies und Moos am Bachboden? „Es wäre absolut plausibel, dass diese Welle sich gerade natürlich aufbaut“, sagte ein Surfer der „Abendzeitung“.
Doch eine genauere Untersuchung des Bachbetts zerstörte diese Hoffnung. „Leider doch keine natürliche Welle – es liegt ein Gitter im Wasser“, erklärte ein weiterer Surfer der „Abendzeitung“. Übereinstimmend berichteten „Abendzeitung“ und „Süddeutsche Zeitung“: Unbekannte hatten offenbar heimlich ein Gitter im Eisbach verankert, das die Welle erzeugte. Wer dahintersteckt, ist bislang unklar.
Das Baureferat reagierte prompt. „Es handelt sich um einen nicht genehmigten Einbau, der aus Sicherheitsgründen dementsprechend wieder zu entfernen ist“, teilte es auf Nachfrage der „Abendzeitung“ mit.
Auch das Referat für Klima- und Umweltschutz machte laut „Süddeutscher Zeitung“ deutlich, das Gitter müsse ausgebaut werden. Das Surfen bleibt durch eine Allgemeinverfügung verboten. Ein Surfer sagte dem BR, die Welle sei noch nicht reif zum Reiten – dazu müsse der Wasserstand noch um etwa zehn bis 20 Zentimeter steigen. Auf den Videos bei Instagram war dennoch zu sehen, wie gesurft wurde.












