Zehn Euro pro Tag
Venedig verlangt wieder Eintritt – Verstöße können teuer werden
Aktualisiert am 03.04.2026 – 08:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Tagesbesucher müssen in Venedig erneut zahlen. Wer nicht rechtzeitig bucht, riskiert hohe Strafen.
Venedig bittet Tagesgäste wieder zur Kasse: Seit diesem Freitag wird in der Lagunenstadt erneut Eintritt fällig. Die Regelung, die ursprünglich als Test gedacht war, geht damit bereits in die dritte Saison.
Die Regelung gilt bis zum 26. Juli. Bis dahin müssen Besucher ohne Übernachtung wieder Eintritt zahlen – so viele Tage wie nie zuvor. Der Preis liegt bei zehn Euro pro Tag. Wer sein Ticket mindestens drei Tage im Voraus über die Plattform cda.ve.it bucht, zahlt nur fünf Euro. Wer ohne gültiges Ticket unterwegs ist, riskiert bei Kontrollen eine Geldstrafe von bis zu 300 Euro.
Zahlen müssen alle Tagesgäste – auch dann, wenn sie sich nur für wenige Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke aufhalten. Übernachtungsgäste sind zwar vom Eintritt befreit, müssen sich aber vorab registrieren und zusätzlich die übliche Kurtaxe zahlen.
Trotzdem zeigt sich: Die Regelung greift bislang nur begrenzt. Viele Besucher umgehen die Gebühr, zudem wird nicht flächendeckend kontrolliert.
Die Stadt verfolgt mit der Maßnahme das Ziel, den Massentourismus besser zu steuern. Kritiker bezweifeln jedoch die Wirkung. Sie argumentieren, dass die Gebühr kaum abschreckend sei – auch weil Venedig ohnehin als teures Reiseziel gilt. Im historischen Zentrum leben inzwischen nur noch rund 50.000 Menschen – weniger, als es dort Hotelbetten gibt.
Im vergangenen Jahr meldeten sich mehr als 720.000 Tagesbesucher an. Die Stadt nahm dadurch rund 5,4 Millionen Euro ein.












