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Home » Ein Wort genügt – und Russlands Chef sitzt in der Patsche
Panorama

Ein Wort genügt – und Russlands Chef sitzt in der Patsche

By zeit-heute.deJuni 19, 20262 Mins Read
Ein Wort genügt – und Russlands Chef sitzt in der Patsche
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Ein verräterischer Funkspruch überführt Wladimir Putin

In Kasan haben Kameras zufällig eine Bemerkung eines FSO-Mannes eingefangen. „Wir sind raus aus der Statistentruppe …“, funkte er durch, nachdem Putin einigen Leuten die Hand geschüttelt und seinen Weg fortgesetzt hatte. Der vollständige Satz des Sicherheitsmitarbeiters ist wegen der Umgebungsgeräusche und des Windes nicht zu verstehen. Doch das entscheidende verräterische Wort „Massowka“ ist deutlich zu hören – der im Russischen gebräuchliche Begriff für Statisten.

Im Video | Wladimir Putin inmitten seiner Sicherheitsleute

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Doch wozu das Theater? Putin kämpft seit Monaten mit sinkenden Zustimmungswerten. Selbst russische Meinungsforschungszentren konstatieren offiziell einen Rückgang. Die Angaben in den letzten Wochen bewegten sich zwischen 75 und 77 Prozent. Für die geschönten Werte sind das erstaunlich niedrige Zahlen, die zeigen, wie schlecht es wirklich um die Beliebtheit Putins bestellt sein muss.

Einen Hinweis darauf liefert auch der Blick in die Zustimmungswerte seiner Regierungspartei „Einiges Russland“. Diese liegen aktuell bei rund 32 Prozent – und das laut offiziellen Angaben. Nach Darstellung ukrainischer Geheimdienste, die in den Besitz interner Prognosen des Kreml gelangt sein wollen, könnte die Unterstützung für die Regierungspartei bis September auf etwa 20 bis 22 Prozent fallen. Eine gefährliche Entwicklung: Denn dann stehen in Russland Parlamentswahlen an.

Den Russen geht es schlecht

Die Soziologin Jelena Konewa erklärte im Gespräch mit dem Medium „Wot Tak“ den Rückgang der Zustimmungswerte mit den zunehmenden spürbaren Auswirkungen des Kriegs gegen die Ukraine. „Es hat sich viel Unzufriedenheit angestaut“, sagte sie. Störungen im Flug- und Bahnverkehr, Stromausfälle, Raketenangriffe, Drohnenattacken und zuletzt die massive Benzinknappheit an Tankstellen würden die Russen im Alltag empfindlich treffen. In einer neuen Umfrage erklärten 48 Prozent der Befragten, dass sich ihr Leben infolge des Kriegs verschlechtert habe.

  • Schock in Moskau: Plötzlich ist Wladimir Putins Hauptstadt wie gelähmt

„Die wirtschaftliche Lage wird von einer überwältigenden Mehrheit negativ bewertet“, fasste Konewa zusammen. Hinzu kämen die Internetblockaden der vergangenen Monate. Sie seien zu einem Massenphänomen geworden. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung hätten sie bereits zu spüren bekommen.

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