
Französische Avantgarde
DS N°8 im Test: Mit Mut zur Lücke
02.01.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Die französische Premiummarke DS wagt mit dem N°8 einen Schritt in die Elektromobilität. Was der Crossover kann – und was nicht.
Wenn es nicht in mehrerlei Hinsicht vollkommen unangebracht wäre, würde man sich am liebsten direkt hinter dem Steuer des DS N°8 eine Flasche Champagner aufmachen und anstoßen. So anders, so eigenwillig, so französisch präsentiert sich dieser Stromer. Design, Bedienung, Materialien – hier will jemand auffallen. Aber ist er auch ein gutes Auto?
Schon der Name zeugt vom Anspruch, anders zu sein. Beim Schreiben auf der Tastatur ist der Name umständlich, beim Sprechen eingängig. Das Design ist eigenständig, eine Mischung aus Coupé, Limousine und SUV. Und beim Einsteigen merkt man: Der DS N°8 will bewusst anders sein. Die äußeren vorderen Türöffner? Offene Bügel. Der Rückspiegel? Ist digital und zeigt ein gestochen scharfes Kamerabild, das aber nicht für alle Augen angenehm erscheint – die Umstellung zwischen den Tiefenebenen kann anstrengen.
Das Cockpit? Eher Bühne als Arbeitsplatz – mit einem breiten Zentraldisplay, kleinen Satelliten am Vierspeichenlenkrad mit echtem Aluminium und Knöpfen in der Mittelkonsole, die wie Edelsteine wirken. Alles fühlt sich besonders an. Alles soll zeigen: Das hier ist kein Massenprodukt.
Der N°8 ist fast 4,82 Meter lang – das lässt Raum erwarten. Doch zumindest im Fond wird dieser Eindruck schnell relativiert. Wenn Fahrer oder Beifahrer groß sind, nehmen sie den hinteren Passagieren den Platz. Dazu kommt: Die Batterie unter dem Fahrzeugboden führt dazu, dass die Beine der Fondpassagiere im Sitzen recht steil nach oben zeigen, und bei einer Körpergröße ab 1,85 Metern wird es im Fond unter dem Glasdach knapp. Immerhin: Die Rücksitze sind beheizbar, die Klimatisierung lässt sich getrennt regeln – und die Materialien machen auch hinten etwas her. Bis auf die nicht verkleideten Lackflächen an den Türsäulen.










