Angriff während Notruf
Er erstach sie wohl vor den Augen des gemeinsamen Sohnes
Aktualisiert am 13.08.2026 – 15:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Als sich die beiden Eheleute streiten, soll der Mann plötzlich gewalttätig geworden sein. Trotz eines Notrufs kommt für die Frau jede Hilfe zu spät.
Eine 46-jährige Frau ist am Mittwoch in Rheine in Nordrhein-Westfalen erstochen worden. Wie die Polizei mitteilte, ist ihr Ehemann tatverdächtig. Er sei noch am Mittwochabend festgenommen worden; am Donnerstag sei dann der Haftbefehl gegen ihn erlassen worden.
Laut der Polizei wurden die Einsatzkräfte am Mittwoch noch von der Frau alarmiert. Sie erklärte demnach, dass ihr Ehemann sie mit einem Messer attackiere. Wie die Polizei schreibt, war dem Angriff wohl ein Streit der beiden vorausgegangen.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll auf das Opfer mehr als zehnmal mit dem Messer eingestochen worden sein. Zum Tatzeitpunkt habe sich zudem auch der 20-jährige Sohn der beiden am Tatort aufgehalten.
Laut „Bild“ soll der Sohn beim Eintreffen der Beamten die mutmaßliche Tatwaffe in den Händen gehalten haben. Die Ermittler gehen wohl davon aus, dass er seinem Vater das Messer abgenommen hatte. Er sei in der Folge psychologisch betreut worden.
Femizid in NRW: Sohn hielt wohl Tatwaffe in der Hand
Als die Beamten vor Ort eintrafen, war die Frau laut Polizei schon nicht mehr bei Bewusstsein. Trotz Reanimationsversuchen sei die Frau noch am Tatort gestorben. Laut „Bild“ hatte das Opfer nach dem Notruf nicht aufgelegt – die Beamten waren während des Telefonats also die ganze Zeit in der Leitung.
Der 55-jährige Ehemann wurde noch am Tatort festgenommen. Wie die Polizei schreibt, leistete er keinen Widerstand. Eine Mordkommission ermittelt in dem Fall. Bei der Verkündung des Haftbefehls habe er sich nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert.
Sollte sich der Verdacht gegen den Ehemann erhärten, handelt es sich bei der Tat um einen Femizid. Mit dem Begriff werden Gewaltverbrechen bezeichnet, bei denen Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.











