
Winter im Norden
Tunnel blockiert, Flüge gestrichen, neue Schneefälle drohen
27.01.2026 – 02:15 UhrLesedauer: 3 Min.
Lkw im Elbtunnel, kilometerlange Staus, gestrichene Flüge: Schnee und Glätte sorgten für Probleme in Hamburg. Ab Dienstagabend droht neuer Schnee.
Der Wintereinbruch hat am Montag für erhebliche Behinderungen in Hamburg gesorgt. Besonders betroffen war die A7 im Bereich des Elbtunnels: Mehrere Lkw gerieten dort ins Rutschen oder blieben liegen. Einer der Lastwagen blockierte sogar die Tunnelröhre selbst. Die Folge waren kilometerlange Rückstaus.
Bereits zuvor war in Wilhelmsburg ein Sattelzug auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit einem weiteren Fahrzeug kollidiert. Der öffentliche Nahverkehr lief ebenfalls nicht reibungslos: Bei den S-Bahnen gab es am Montagmorgen wetterbedingte Ausfälle und Verspätungen. Auch am Airport mussten Passagiere Geduld aufbringen – zahlreiche Starts und Landungen wurden abgesagt. Selbst der in der Hansestadt stattfindende Nordsee-Gipfel bekam die Wetterkapriolen zu spüren.
Für Hamburg gilt noch bis Dienstagmittag eine Glättewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bis 8 Uhr warnen die Meteorologen sogar vor markanter Glätte durch gefrierenden Regen.
Im Tagesverlauf entspannt sich die Wetterlage vorübergehend. „Wir bekommen eine Wetterberuhigung, die tagsüber vorherrschend sein wird“, sagte Tobias Schaaf, Meteorologe des DWD. Das aktuelle Tief über Norddeutschland wandere nach Polen ab, gleichzeitig gelange die Region unter den Einfluss eines Zwischenhochs. „Das bedeutet: bedeckter Himmel, maximal ein Grad Celsius und trocken. Sonnenschein braucht man also nicht zu erwarten. Höchstens vielleicht im Harz.“
Doch schon am Dienstagabend verschlechtert sich die Lage erneut. Eine neue Wetterfront bringt überfrierende Nässe mit sich, warnt Schaaf. Bis Mittwochmorgen seien zudem weitere Schneefälle zu erwarten. Gebietsweise könnten nochmals bis zu fünf Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.
Das winterliche Wetter bleibt Hamburg noch die ganze Woche erhalten, prognostiziert NDR-Wetterexperte Frank Böttcher. Bei Höchsttemperaturen um den Gefrierpunkt und nächtlichem Frost wechselten sich Tauen und Gefrieren ab. „Es taut, es friert, es taut, es friert – das dürfte bis zum Wochenende für Probleme auf den Straßen sorgen“, sagte Böttcher. Immer wieder könne es durch gefrierenden Regen zu gefährlicher Glätte kommen. Eine Milderung zeichne sich in den Wettermodellen erst zum Wochenende hin ab.
Demnach bleibt es am Mittwoch überwiegend stark bewölkt, bei Höchstwerten von 0 bis 1 Grad, wie der DWD mitteilt. An der Küste können die Temperaturen auch 2 Grad erreichen. Der Wind weht mäßig, an der See frisch bis stark aus Ost bis Südost. In der Nacht zum Donnerstag wird es wolkenreich, dabei ist etwas Neuschnee wahrscheinlich. Bei frostigen 0 bis minus 3 Grad besteht streckenweise Glättegefahr. An der See kann der Ostwind in Böen stürmisch werden.











