
„Es war die Kirsche obendrauf“
Deutscher Goalie schreibt Geschichte
26.01.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 2 Min.
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So etwas gab es im deutschen Eishockey noch nie: Ein Torhüter schießt selbst ein Tor. Damit sicherte Dustin Strahlmeier auch direkt den Sieg für die Grizzlys.
Der deutsche Nationalkeeper Dustin Strahlmeier hat in der Deutschen Eishockey Liga einen historischen Treffer erzielt. Als erster Torwart in der Geschichte der DEL schoss er beim 4:2 seiner Grizzlys Wolfsburg gegen die Dresdner Eislöwen selbst ein Tor.
„Ich hatte ein bisschen Platz und dachte: Ich versuche es einfach mal“, sagte der 33-Jährige bei MagentaSport. „Ich habe mir nicht wirklich was dabei gedacht, sondern einfach geschossen.“ Wolfsburg-Trainer Mike Stewart war perplex: „Seit fünf Jahren kenne ich ihn jetzt. Er hat es im Training nicht einmal versucht, auf ein leeres Tor zu schießen. Er hatte ein perfektes Timing, der Schuss hatte auch genügend Tempo. Es war die Kirsche obendrauf“, sagte der Kanadier.
Beim Stand von 3:2 für Wolfsburg hatten die Dresdner am Sonntagabend in der letzten Spielminute ihren Torwart ausgewechselt, um mit sechs Feldspielern auf den Ausgleich zu drängen. Doch Strahlmeier parierte zunächst einen harmlosen Schuss der Gäste, sah dann das leere gegnerische Tor – und schoss den Puck einmal fast über das gesamte Spielfeld hinweg an allen Spielern vorbei hinein in das Gehäuse. Die Szene sehen Sie hier oder oben im Video.
In den Statistiken der DEL standen zuvor zwar schon Torhütertore von Jean-Marc Pelletier (Hamburg Freezers), Gustaf Wesslau (Kölner Haie) oder Arno Tiefensee (Adler Mannheim). Doch in ihren Fällen handelte es sich um Eigentore eines gegnerischen Spielers. Und da es im Eishockey offiziell keine Eigentore gibt, wurden in diesen drei Fällen die Torhüter zu Torschützen erklärt, weil sie zuvor als letzte Spieler ihres Teams den Puck kontrolliert hatten.











