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Home » Dubai im Iran-Krieg: Tourist wegen Raketen-Video festgenommen
Panorama

Dubai im Iran-Krieg: Tourist wegen Raketen-Video festgenommen

By zeit-heute.deMärz 13, 20262 Mins Read
Dubai im Iran-Krieg: Tourist wegen Raketen-Video festgenommen
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Er soll Raketen gefilmt haben

Dubai-Tourist wegen Video festgenommen


Aktualisiert am 13.03.2026 – 07:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Flammen am Dubaier Luxushotel Burj Al Arab: Bilder wie dieses verbreiten sich seit dem Beginn des Krieges gegen den Iran – für Urlauber kann es offenbar gefährlich werden, solche Aufnahmen zu verbreiten. (Quelle: X.com/Mash)

Erst geraten Urlauber in den Krieg, jetzt droht ihnen in Dubai auch noch lange Haft. Ein 60 Jahre alter Brite wurde Berichten zufolge festgenommen. 21 Menschen sind angeklagt.

Ein britischer Staatsbürger ist Berichten zufolge in Dubai festgenommen worden, nachdem er angeblich Filmaufnahmen von Raketen gemacht haben soll. Die Organisation „Detained in Dubai“ (deutsch: „In Dubai festgenommen“) wies auf den Fall hin. Bei dem Mann soll es sich um einen Touristen handeln. Der britische „Telegraph“ berichtete, der 60-Jährige werde auf der Polizeiwache von Bur Dubai festgehalten, nachdem er am Montag in Gewahrsam genommen worden sei.

Laut „Detained in Dubai“ zählt der Mann zu insgesamt 21 Personen, die in Zusammenhang mit Videos und Social-Media-Beiträgen zu den jüngsten Raketenangriffen angeklagt worden sind. Die Organisation weist darauf hin, dass nach den Cyberkriminalitätsgesetzen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sogar das Teilen oder Kommentieren von kursierenden Videos oder Nachrichten zu Gefängnisstrafen, Geldstrafen und Abschiebung führen kann. Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren seien möglich.

Dem „Telegraph“ zufolge soll der 60-jährige Brite erwischt worden sein, als er gerade Filmaufnahmen machte. Der Mann habe erklärt, sofort alle Aufnahmen vom Handy gelöscht zu haben, teilte „Detained in Dubai“ mit, doch es habe ihm nichts genützt.

Ihm und den anderen Angeklagten werde nun vorgeworfen, ein Informationsnetzwerk oder ein Informationstechnologie-Tool genutzt zu haben, um falsche Nachrichten, Gerüchte oder provokative Propaganda zu verbreiten, die die öffentliche Meinung aufhetzen oder die öffentliche Sicherheit gefährden könnten.

Die Geschäftsführerin von „Detained in Dubai“, Radha Stirling, erklärte: „Ausländer müssen verstehen, dass das, was anderswo als normales Verhalten in sozialen Medien gilt, in den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Verhaftung führen kann.“ Verdächtige würden mitunter längere Zeit zur Vernehmung von der Kriminalpolizei festgehalten.

Die BBC zitierte unterdessen Lana Nusseibeh, die Staatsministerin der Vereinten Arabischen Emirate bei der EU: Sie sei sich bewusst, dass es „einige Verstöße“ gegen die Cyberkriminalitätsgesetze gegeben habe, sagte Nusseibeh demnach. Konkrete Details über die Inhaftierung des Briten könne sie aber nicht nennen.

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