Sensation im DFB-Pokal
Drittligist schaltet Bremen aus und steht im Halbfinale
Aktualisiert am 25.02.2025 – 22:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Arminia Bielefeld ist sensationell ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Drittligist setzte sich dabei zum dritten Mal in dieser Saison gegen einen Bundesligisten durch.
Bundesligist Werder Bremen ist völlig überraschend im Viertelfinale des DFB-Pokals an Arminia Bielefeld gescheitert. Auf der Alm setzte sich der Drittligist mit 2:1 (2:0) gegen die Norddeutschen durch. Damit steht Bielefeld erstmals seit 2015 im Halbfinale des Wettbewerbs.
Marius Wörl erzielte mit einem Schlenzer das 1:0 für die Heimelf (35. Minute). Ein Eigentor von Werder-Profi Julian Malatini sechs Zeigerumdrehungen später führte zum Doppelschlag für die Arminen – und geschockte Werderaner (41.). Im zweiten Abschnitt kämpften sich die Gäste dann nochmal ran. Der eingewechselte Oliver Burke traf per Volley ins Bielefelder Tor (56.). Zu mehr reichte es für Werder am Ende aber nicht.
Bielefeld hat durch den Sieg gegen die Bremer bereits den dritten Bundesligaklub in dieser Pokal-Saison eliminiert. Bereits der SC Freiburg und Union Berlin hatten gegen die Arminia den Kürzeren gezogen.
„Der Gegner wird uns alles abverlangen“, hatte Werder-Coach Ole Werner vor der Partie im ZDF gesagt. Und er sollte von der ersten Minute an Recht bekommen. Die Arminia präsentierte sich giftig in den Zweikämpfen und taktisch hervorragend eingestellt. Bei längerem Bremer Ballbesitz machten die Bielefelder die Räume rund um den eigenen Strafraum geschickt eng. Bei Ballverlusten in der Werder-Hälfte gingen sie aber auch immer wieder ins Gegenpressing und unterbanden so schnelle Konter.
Der Favorit aus dem Norden hatte optisch in der Anfangsphase zwar etwas mehr vom Spiel. Echte Torchancen erspielten sich die Bremer, bei denen Angreifer Marvin Ducksch schon nach einer halben Stunde verletzt raus musste, aber nicht.
Dafür wurde die Arminia offensiver. Verteidiger Joel Felix platzierte einen Kopfball nach einer kurz ausgeführten Ecke nicht genau genug. Kurz darauf machte es Wörl besser. Der 20-Jährige nahm Malatini den Ball am Bremer Strafraum ab und knallte das Spielgerät aus halblinker Position in die lange Ecke. Die Alm tobte.
Und die Arminia machte weiter. Bremens Torwart Michael Zetterer verhinderte bei einem Freistoß von Stefano Russo mit einer Glanztat noch das 2:0, war kurz darauf aber machtlos. Malatini beförderte eine Flanke von der rechten Seite mit dem Schienbein ins eigene Tor.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bremen den Druck. Zunächst scheiterte Justin Njinmah noch frei an Arminia-Keeper Jonas Kersken, dann sorgte der eingewechselte Burke mit seinem Anschlusstreffer nach einem Bielefelder Fehler im Spielaufbau für Hoffnung bei den mitgereisten Werder-Fans.
Die Partie war nun völlig offen. Bremen drängte auf den Ausgleich. Die Bielefelder schalteten immer wieder schnell um und vergaben teils große Konterchancen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit mussten sie noch einmal tief durchatmen, als der ehemalige Armine Amos Pieper nur die Latte traf. Am Ende war es ihnen egal: Die Arminia brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und steht zum vierten Mal in der Klubhistorie im Halbfinale.