
Mit einem leidenschaftlichen Auftritt hat sich das deutsche Team gegen das EM-Aus gewehrt und ist in die Hauptrunde eingezogen. Ein Spieler überragt alle.
„Mir war klar, dass wir gut spielen werden“, sagte Bundestrainer Alfreð Gíslason nach dem 34:32-Erfolg über Spanien im ZDF schmunzelnd. Auch Johannes Golla hatte keinerlei Zweifel. „Wir hatten den klaren Glauben, dass wir mit einem Sieg weiterkommen können“, betonte der Kapitän. Und so schließt die deutsche Mannschaft die Hauptrunde mit perfekter Punkteausbeute ab und muss nicht das historische Vorrundenaus verkraften. Beim DHB-Team herrscht mit Blick auf die Hauptrunde nun wieder positive Euphorie.
Von einer „super Mannschaftsleistung“ schwärmte Torhüter Andreas Wolff. „Ich bin erleichtert und stolz auf die Jungs. Angriff und Abwehr waren überragend“, resümierte Gislason. Der stark aufspielende zweite Torhüter David Späth befand: „Wir haben uns vorgenommen, etwas gutzumachen und weiterzukommen. Wir haben es geschafft, das Serbien-Spiel aus dem Kopf zu streichen. Wir zwei Torhüter sind ein Superteam, egal wer auf der Platte steht.“
Drei Spieler ragten im entscheidenden Spiel vor 9526 Zuschauern aus dem Kollektiv heraus. Wer das war und welche Spieler trotz des Erfolgs nicht überzeugen konnten, lesen Sie hier oder oben in der Fotoshow.
In der Hauptrunde bekommt es Deutschland ab Donnerstag mit der Übermannschaft Dänemarks (Weltmeister und Olympiasieger) sowie Titelverteidiger Frankreich und Norwegen zu tun. Vierter Gegner wird Portugal oder Nordmazedonien sein. Die Spiele bestreitet Deutschland allesamt in Herning.
„Da wartet Dänemark, die 50 Jahre zu Hause nicht verloren haben. Wir haben jetzt einen super Gegner nach dem anderen. Jetzt darf nicht viel passieren, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, und das bleibt das Halbfinale“, sagte Gislason im ZDF.
Der Erfolg gegen Spanien sicherte dem Bundestrainer zudem vorerst den Job. Bei einem erstmaligen Scheitern in der Vorrunde wäre Gislason, dessen Vertrag bis nach der WM 2027 gilt, wohl kaum im Amt zu halten gewesen. Der 66 Jahre alte Isländer kann nun im weiteren Turnierverlauf Argumente für sich sammeln.










