Unerlaubte Nebentätigkeiten
Disziplinarverfahren gegen Dieter Reiter eingestellt
Aktualisiert am 29.07.2026 – 13:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Seine Nebentätigkeit beim FC Bayern brachte ihn zu Fall: Ein Disziplinarverfahren gegen Dieter Reiter kommt nun zum Ende.
Die Regierung von Oberbayern hat das Disziplinarverfahren gegen den Münchner Alt-Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) trotz Pflichtverstößen bei bezahlten Nebenämtern beim FC Bayern eingestellt. Gegen Beamte im Ruhestand seien Maßnahmen nur bei schwerwiegenderen Fällen erlaubt, teilte die Behörde mit.
Kurz vor der Kommunalwahl wurde seine Nebentätigkeit veröffentlicht. Die Regierung von Oberbayern hatte anschließend im Juni ein Disziplinarverfahren eröffnet. Der Grund: Es bestehe der Verdacht, dass Reiter gegen Vorschriften des Beamtenrechts verstoßen habe. Denn die vergütete Nebentätigkeit als Aufsichtsrat beim FC Bayern hatte er ohne Genehmigung des Stadtrats ausgeübt.
Alt-OB Reiter: Der FC Bayern wurde ihm zum Verhängnis
Konkret geht es um Reiters Rolle beim Rekordmeister: Der SPD-Politiker war zuerst im Verwaltungsbeirat des Vereins tätig, ab Februar dann auch im Aufsichtsrat – beides ohne die erforderliche Genehmigung des Stadtrats. Für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat erhielt er vom Verein insgesamt 90.000 Euro.
Da der Fall unmittelbar vor den Kommunalwahlen im März publik wurde, erntete Reiter für den Vorfall an sich und den Umgang mit der Krise massive Kritik. Infolge des öffentlichen Aufschreis trat er von seinen Ämtern beim FC Bayern zurück und spendete die Aufwandsentschädigung über 90.000 Euro an soziale Projekte. Nachdem er bei der Stichwahl dem jetzigen Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) unterlag, verkündete er seinen Rückzug aus der Politik.












