Deko-Kette steht vor dem Aus
Depot kündigt offenbar tausenden Mitarbeitern
28.02.2025 – 11:34 UhrLesedauer: 1 Min.
Offiziell hofft die Chef-Etage der Deko-Kette noch auf einen Investor. Firmenintern wird laut Berichten aber schon die Abwicklung vorangetrieben – inklusive umfassender Kündigungen.
Wenn sich nicht in den nächsten 14 Tagen ein Investor findet, ist der beliebte Deko-Discounter Depot wohl Geschichte. Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“ (LZ). Demnach scheint die Lage so ernst zu sein, dass das Unternehmen schon die Abwicklung in die Wege geleitet haben soll – inklusive Kündigung aller Angestellten zum 31. Mai. Die Kündigungsschreiben sollen die Mitarbeiter demnach in diesen Tagen erhalten. Aktuell hat Depot noch 275 Filialen mit insgesamt etwa 3.300 Mitarbeitern.
Erst diese Woche war bekannt geworden, dass die Kette 20 weitere Filialen schließt. Schon im vergangenen Jahr hatte Depot mehrere Läden geschlossen, die rote Zahlen geschrieben hatten. Einzige Möglichkeit, die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, sei, wie die „LZ“ unter Berufung auf eine firmeninterne Nachricht schreibt, die Übernahme durch einen Investor.
Wie die „LZ“ weiter ausführt, wird in der Branche vor allem der Nonfood-Discounter Tedi als Käufer gehandelt. Das Unternehmen expandiert aktuell, mit dem Ziel seine etwa 3.300 Läden auf 5.500 aufzustocken. Tedi versuche demnach ebenfalls, die ostdeutsche Kette „Pfennigpfeifer“ und den Discounter „Kodi“ zu übernehmen. Bedingung, für den Kauf der Depot-Filialen scheint allerdings zu sein, dass die Altgesellschafter aus dem Unternehmen zurückziehen.
Die Krise bei Depot wurde durch eine Insolvenz der Mutterfirma ausgelöst. Wegen der finanziellen Schieflage der „Gries Deco Company“ wurde auch Depot ein Sparkurs auferlegt. 47 Filialen der Dekokette wurden deswegen bereits geschlossen oder haben das bevorstehende Aus angekündigt.