Protest-Plakate in Hamburg

Umstrittener Gast sitzt heute bei „Inas Nacht“ am Tresen


23.07.2026 – 11:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Ina Müller (l.) und Dieter Nuhr: Der Kabarettist wird heute Abend gemeinsam mit der Sängerin in ihrer Sendung zu sehen sein. (Quelle: NDR/Morris Mac Matzen)

Dieter Nuhr ist heute bei „Inas Nacht“ im „Schellfischposten“ zu sehen. In der Hansestadt erinnern aktuell Plakate an umstrittene Aussagen des Kabarettisten.

Am heutigen Donnerstag ist der „Schellfischposten“ wieder Schauplatz von „Inas Nacht“.
In dieser Sendung empfängt Ina Müller zwei männliche Gäste in Hamburgs ältester Seemannskneipe. Einer von ihnen hat in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt.

Neben dem österreichischen Schauspielstar Philipp Hochmair, wird der Kabarettist Dieter Nuhr neben Müller Platz am Tresen nehmen. Sein Auftritt scheint nicht jedem in der Hansestadt gefallen. In Hamburg wird der 65-Jährige mit einigen Protest-Plakaten empfangen.

Kollektiv plakatiert Nuhr-Kritik

Wie aus einem Instagram-Beitrag des Adbusting-Kollektivs „Dies Irae“ hervorgeht, hat die Gruppe mehrere Plakate in Hamburg veröffentlicht. Darauf kritisiert die Aktionsgruppe Aussagen des Kabarettisten in der XXL-Ausgabe von „Nuhr im Ersten“ vom 18. Juni 2026. Darin bezeichnete er das Risiko, in einer Beziehung auf einen Frauenmörder zu treffen, als „praktisch null“ und riet Frauen, ihren Partner vor dem Sex zunächst kennenzulernen.

Plakat in Berlin: Beispiel für „Adbusting“. (Quelle: Christian-Ditsch.de via www.imago-images.de/imago)

„Adbusting“

Mit „Adbusting“ wird das gezielte Verändern von Werbeplakaten bezeichnet. Dabei werden Motive oder Botschaften so verfremdet, dass sie eine neue, oft kritische oder spöttische Bedeutung bekommen.

Auf den beiden Plakaten im Hamburger Schanzenviertel steht „Nuhr noch 5 Witze über Partnerschaftsgewalt bis zum nächsten Femizid“ und „Nuhr peinlich, wenn Gewalt zur Pointe wird.“ Viele weitere feiern die Aktion in der Kommentarspalte unter dem Beitrag. „Wer niveaulos austeilt, muss auch stabil einstecken können“, schreibt ein Instagram-Nutzer. Doch es gibt auch Kritik an der Aktion. „Man, Satire versteht echt keiner mehr“, heißt es in einem Kommentar.

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Nuhr über seine eigenen „Witze“

Nuhr selbst wies die Vorwürfe, sich über Femizide lustig gemacht zu haben, zurück. „Kein Witz über Femizide, nirgends“, schrieb Nuhr in einem Facebook-Beitrag. Der Vorwurf sei lächerlich und „Interneterregung wird zur Volksmeinung“, so Nuhr.

Die heutige Sendung von „Inas Nacht“ wurde bereits vor Nuhrs Aussagen aufgezeichnet. Im Gespräch mit Müller wird der 65-Jährige laut ihrer Webseite primär über die Vorzüge eines getrennten ehelichen Haushalts sprechen. Auch eine Geschichte über Beyoncé soll Thema sein. Die Folge wird ab 22.50 in der ARD übertragen. Eine Wiederholung läuft am Geburtstag der Moderatorin, den 25. Juli ab 23.55 Uhr.

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