
Geisterfahrer aus Gewohnheit
Ganz einfacher Trick: So überleben Sie im Urlaub den Linksverkehr
Aktualisiert am 16.01.2026 – 14:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Linksverkehr im Urlaub – und Routine wird zur Falle. Ein kleiner Reflex genügt und Sie werden zum Geisterfahrer. Die größte Gefahr lauert, wo kein Urlauber sie erwartet. Ein kleiner Trick gibt Sicherheit.
Wer im Urlaub in Ländern wie Großbritannien oder Australien hinters Steuer steigt, kämpft gegen seine eigenen Instinkte. Jahrzehntelang trainierte Reflexe werden auf der falschen Straßenseite zur Gefahr. Damit die Fahrt nicht im Gegenverkehr endet, ist eine radikale Umstellung im Kopf nötig.
Statistisch gesehen ist die Kreuzung der gefährlichste Ort. Hier passieren die meisten Unfälle, weil die Routine uns einen Streich spielt: Wer beim Abbiegen kurz unkonzentriert ist, zieht instinktiv auf die rechte Spur – und landet direkt vor der Stoßstange eines Lkw.
Dennoch: Solange Sie im dichten Verkehr mitschwimmen, ist Linksverkehr einfach – Sie folgen stoisch dem Vordermann. Gefährlich wird es jedoch auf einsamen Strecken. Ohne Orientierungshilfe meldet sich nach wenigen Kilometern das Unterbewusstsein und drängt Sie zurück nach rechts.
Hier hilft ein einfacher Trick: Kleben Sie einen Pfeil aus Klebeband unten auf die Windschutzscheibe. Der Pfeil muss nach rechts zur Fahrbahnmitte zeigen, also dorthin, wo die weiße Linie verläuft. Zeigt der Pfeil plötzlich zum Straßengraben, wissen Sie sofort: Ich bin auf der falschen Seite.
Ersparen Sie sich die Suche nach dem Schaltknüppel mit der linken Hand. Wenn Sie im Linksverkehr unterwegs sind, sollten Sie ein Auto mit Automatikgetriebe wählen. Jede Sekunde, die Sie nicht mit der Bedienung des Wagens verschwenden, bleibt als lebenswichtige Konzentration für die Straße übrig. Üben Sie die ersten Kilometer auf einem ruhigen Parkplatz, bevor Sie sich in den Stadtverkehr wagen.
Reisen Sie mit dem eigenen Linkslenker an, sitzen Sie auf der falschen Seite, nämlich am Fahrbahnrand statt zur Straßenmitte hin. Das macht das Überholen zum riskanten Blindflug: Um zu prüfen, ob die Gegenfahrbahn frei ist, müssten Sie den Wagen bereits ein ganzes Stück ausscheren lassen. Da Sie links sitzen, verdeckt Ihnen das vorausfahrende Auto die Sicht auf den entgegenkommenden Verkehr.
Die sicherste Strategie: Verzichten Sie in den ersten Tagen konsequent auf das Überholen. Wer nicht sieht, was kommt, sollte auf seiner Spur bleiben.
Im Linksverkehr blenden Ihre Scheinwerfer, die den rechten Rand weit ausleuchten, den Gegenverkehr gnadenlos. Dagegen gibt es Abhilfe.
Die Umstellung beginnt schon vor dem Einsteigen. Denn auch als Fußgänger schauen wir instinktiv zuerst nach links. Im Linksverkehr kommt die Gefahr jedoch von rechts. Gewöhnen Sie sich deshalb an, vor dem Verlassen des Bordsteins einen doppelten Blick in beide Richtungen zu werfen.
Die wichtigste Regel: Linksverkehr erfordert Demut vor der eigenen Routine. Wer stur an seinen Fahr-Reflexen festhält, riskiert viel. Nehmen Sie das Tempo raus, planen Sie Pausen ein – und denken Sie bei jedem Abbiegevorgang ganz bewusst mit.










