Kribbeln, Taubheit, Schmerzen
Karpaltunnelsyndrom? Selbsttest kann Hinweise liefern
Aktualisiert am 08.06.2026 – 15:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Kribbeln oder Taubheit in den Fingern können auf ein Karpaltunnelsyndrom hinweisen. Lesen Sie hier, welchen Aufschluss ein Selbsttest geben kann.
Beim Karpaltunnelsyndrom kommt es zu Beschwerden in der Hand, weil Druck auf den im Handgelenk verlaufenden Medianusnerv besteht. Das kann Symptome wie ein kribbelndes oder taubes Gefühl hervorrufen, vor allem in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. In der Nacht schläft die betroffene Hand zudem häufig ein. Mitunter treten auch Schmerzen in den Fingern auf, die in die Hand oder in den Arm ausstrahlen können.
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Karpaltunnelsyndrom: Welche Tests bei der Diagnose helfen
Um festzustellen, ob ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt, wird der Arzt die Hand und den Arm genauer untersuchen. Dabei können verschiedene Tests erste Hinweise auf die Diagnose liefern. Diese lassen sich theoretisch auch selbst durchführen.
Drei typische Tests, die bei der ärztlichen Diagnose eines Karpaltunnelsyndroms zum Einsatz kommen (und sich auch als eine Art Selbsttest nutzen lassen), sind etwa:
- der Test auf das Phalen-Zeichen
- der Test auf das Tinel-Zeichen
- die Daumen-Kleinfinger-Probe
Selbsttest auf Phalen-Zeichen
Bei diesem Test winkeln Betroffene die Arme vor der Brust an und pressen die Handrücken gegeneinander, sodass die Hände nach unten weisen. Dabei werden die Handrücken stark gedehnt und die Handgelenke abgeknickt. Stellen sich nach etwa einer Minute Beschwerden wie Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schmerzen in den Fingern ein, kann das auf ein Karpaltunnelsyndrom hinweisen. Fachleute sprechen dann von einem positiven Phalen-Zeichen.

Selbsttest auf Tinel-Zeichen
Beim Test auf das (Hoffmann-)Tinel-Zeichen klopfen Betroffene bei ausgestreckter Hand auf die Innenseite des Handgelenks. Dort verläuft mittig der Medianusnerv. Verstärken sich dabei die Beschwerden, etwa in Form von einschießenden Schmerzen oder einem Kribbeln, kann das auf das Karpaltunnelsyndrom hinweisen. Fachleute sprechen von einem positiven Tinel-Zeichen.











