
100 Gramm gekochte und ungeschälte Kartoffeln enthalten:
Kartoffeln sollten nicht unter allen Umständen verzehrt werden. So können ungekochte Knollen Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Der Grund: Der Energieträger der Kartoffeln ist Stärke. Diese kann jedoch nur vom menschlichen Körper verdaut werden, wenn sie gegart ist. Sonst ist sie unverdaulich und kann unter anderem zu Bauchschmerzen führen.
Ebenfalls nicht verzehrt werden sollten keimende Kartoffeln. Denn dann hat sich bereits der Giftstoff Solanin in und auf der Knolle ausgebreitet. Solanin soll die Kartoffel vor Mikroorganismen oder Fressfeinden schützen. Bei Menschen löst der Stoff unter anderem Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden aus. Ist die Solanin-Aufnahme zu hoch, kann es auch zu Vergiftungserscheinungen wie Bewusstseinsstörungen, Schwindel und Fieber kommen. Zu viel bedeutet in diesem Fall pro Kilogramm Körpergewicht etwa 1 Milligramm Solanin – das entspricht etwa 10 Gramm von der Schale einer keimenden Kartoffel pro Kilogramm Körpergewicht.
Zudem sind Kartoffeln ungesund, wenn sie frittiert – als Pommes frites, Kroketten oder in einer anderen Form – oder als Knabberartikel in Form von Chips verzehrt werden. Auch Fertigprodukte, die Kartoffelmehl enthalten (wie Kartoffelbrei, Kartoffelklöße und ähnliches) gelten als ungesund, obwohl sie Kartoffeln enthalten.
Beim Kauf von Kartoffeln sollten Sie darauf achten, dass die Schale unbehandelt ist, also auf dem Etikett nicht steht „nach der Ernte behandelt“. Das bedeutet, dass die Knollen, nachdem sie aus dem Boden geholt wurden, mit Chloropham oder einem anderen Keim- und Schimmelhemmer bespritzt wurden, damit sie länger haltbar sind. Diese Substanzen sind jedoch auch für Menschen ungesund. Und selbst, wenn die Kartoffeln geschält wurden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch ein paar Rückstände der Chemikalien in der Kartoffel befinden.










