Körper unter Stress
Diese Alarmsignale sollten Sie nicht ignorieren
Aktualisiert am 20.04.2026 – 14:37 UhrLesedauer: 4 Min.
Andauernder Stress versetzt den Körper in ständige Alarmbereitschaft – und das wirkt sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit aus.
Viele Menschen haben verlernt, die Stresssignale wahrzunehmen, und hetzen stattdessen weiter durch ihr Leben – mit teils verheerenden gesundheitlichen Folgen. Welche Alarmsignale für Stress Sie nicht ignorieren sollten.
Ein Telefonat hier, ein Termin da, ein Treffen dort: Jeden Tag gibt es eine Menge zu tun. Manches machen wir gerne – im beruflichen wie im privaten Bereich – anderes ist eine Pflicht und wir quälen uns nicht selten durch unsere To-do-Listen. Das ist normal. Aufmerksam werden sollten wir, wenn zunehmend das Gefühl in den Vordergrund rückt, überfordert zu sein. Auch wenn man sich immer öfter gehetzt und angespannt fühlt, kaum Zeit für sich hat und durch die vielfältigen Anforderungen immer stärker und Druck gerät, sind das Alarmsignale für Stress.
„Ab wann sich ein Mensch gestresst fühlt, ist individuell verschieden. Jeder hat eine persönliche Belastungsgrenze. Es gibt den Bereich, in dem ein Mensch die Anforderungen ohne Probleme schafft und sogar Spaß an Herausforderungen empfindet. Und dann gibt es den Punkt, an dem man spürt: Es ist zu viel“, sagt Dr. Torsten Grüttert, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. „Je mehr Belastungssituationen zusammenkommen, desto rascher ist die Grenze der eigenen Belastbarkeit erreicht. Ob Stress krank macht, hängt stark von den individuellen Fähigkeiten, den Lebensumständen sowie vom Umgang mit stressigen Phasen der oder des Einzelnen ab.“
Wer aufmerksam in seinen Kopf horcht, findet bei Stress meist Gedanken, die auf eine Überforderung hindeuten – doch viele dieser Gedanken ignorieren wir und schieben sie weg – um weiter zu funktionieren. Gedanken, die auf ein erhöhtes Stresslevel hindeuten, können sein:
„Auch wer schlecht einschläft, nicht durchschlafen kann, nachts im Gedankenkarussell einsteigt und über die Arbeit grübelt oder sich über Privates Sorgen macht, steht voraussichtlich stark unter Stress“, sagt Grüttert.
Unter Stress schüttet der Körper verstärkt Stresshormone aus, darunter Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Während eine kurzfristige Ausschüttung von Stresshormonen den Körper leistungsfähig und reaktionsbereit macht, schadet anhaltender, chronischer Stress sowohl der körperlichen als auch der psychischen Gesundheit. Die ausgeschütteten Stresshormone bringen das Nervensystem durcheinander. Hinweise, dass der Körper unter Stress steht, sind:











