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Gesundheit

Diese Subtypen sind besonders gefährlich

By zeit-heute.deApril 18, 20263 Mins Read
Diese Subtypen sind besonders gefährlich
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Risiko für Folgeerkrankungen

Diabetes: Diese Subtypen sind besonders gefährlich


Aktualisiert am 18.04.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 3 Min.

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Regelmäßige Blutzuckerkontrolle gehört bei Diabetes zur täglichen Routine. (Quelle: Alla Rudenko/imago-images-bilder)

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Diabetes zeigt kein einheitliches Krankheitsbild. Experten unterscheiden fünf Subtypen. Damit ergeben sich unterschiedliche Risiken für Folgeerkrankungen.

Entgleisungen des Blutzuckerspiegels gehören zu den Hauptmerkmalen von Diabetes. Gefürchtet sind vor allem die Folgeerkrankungen, die zumeist auf diabetesbedingte Schäden am Blutgefäßsystem zurückgehen: Nieren-, Nerven- und Augenschädigungen zählen ebenso dazu wie ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Ob es tatsächlich zu diesen Erkrankungen kommt, lässt sich unter anderem daran erkennen, welcher Diabetes-Subtyp vorliegt.

Diabetes Typ 2: Kein homogenes Krankheitsbild

Diabetes wird bisher im Wesentlichen in Typ 1 (Autoimmunerkrankung) und 2 unterteilt. Doch seit Längerem vermuten Diabetologen, dass es sich beim Typ-2-Diabetes nicht um ein einheitliches Krankheitsbild handelt, sondern dass die Ursachen für die gestörte Blutzuckerregulation individuell verschieden sein können.

„In den letzten Jahren ist es gelungen, die Heterogenität des Typ-2-Diabetes mit bestimmten individuellen Variablen in Verbindung zu bringen“, sagt Professor Robert Wagner, Oberarzt an der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf sowie Leiter des Klinischen Studienzentrums am Deutschen Diabetes Zentrum (DDZ) Düsseldorf. Fünf Subtypen des Diabetes seien mittlerweile identifiziert worden, die sich gerade im Hinblick auf das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten unterscheiden.

Diabetes Typ 1 und 2: Wie sich beide Varianten unterscheiden

Milder Verlauf bei zwei Diabetes-Subtypen

Für die Typisierung wurden nicht nur Kriterien herangezogen, die den Zuckerstoffwechsel charakterisieren – wie der Langzeitblutzuckerwert HbA1c, die Insulinproduktion und das Ausmaß der Insulinresistenz. Auch das Alter bei der Diagnose sowie der Body-Mass-Index waren wichtige Parameter.

„Anhand dieser Variablen konnten die Betroffenen in fünf Gruppen eingeteilt werden, die jeweils einem Diabetes-Subtyp entsprachen“, sagt Wagner. Drei dieser Subtypen seien als schwerer, zwei als milder Diabetes beschrieben worden.

Klassifizierung der Diabetes-Subtypen

Auf der Basis von Studien lassen sich bei Diabetes fünf Subtypen festmachen, die mit unterschiedlichen Krankheitsverläufen verbunden sind:
1. Schwerer Autoimmun-Diabetes (SAID). Entspricht dem klassischen Diabetes Typ-1.
2. Schwerer Insulinmangel-betonter Diabetes (SIDD)
3. Schwerer Insulinresistenz-betonter Diabetes (SIRD)
4. Moderater Übergewichtsdiabetes (MOD)
5. Moderater Altersdiabetes (MARD)

Schwere Krankheitsverläufe bei zwei Subtypen

Auffallend war insbesondere ein Subtyp mit deutlich reduzierter Insulinproduktion. In dieser als SIDD (schwerer insulindefizienter Diabetes) bezeichneten Gruppe kam es besonders häufig zu einer diabetischen Retinopathie, also einer Schädigung der Augennetzhaut, die bis zur Erblindung führen kann. Auch das Risiko für eine diabetische Nervenschädigung zum Beispiel in den unteren Extremitäten oder aber an den Augen war erhöht.

Ein weiterer Subtyp zeigte sich bei Patienten mit einem schweren, insulinresistenten Diabetes (SIRD). „Viele Patienten mit diesem Subtyp entwickeln bereits sehr früh im Krankheitsverlauf eine diabetische Nierenschädigung“, erläutert Wagner. Nur fünf Jahre nach der Diagnose sei fast ein Viertel der SIRD-Gruppe von dieser schwerwiegenden Folgeerkrankung betroffen gewesen.

Brauchen Sie eine Auffrischung der Corona-Schutzimpfung?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt eine jährliche Auffrischung der Corona-Schutzimpfung für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Das gilt für Personen ab 60 Jahren, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Personen mit erhöhtem SARS-CoV-2 Infektionsrisiko wie medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personen ab 6 Monaten mit relevanten Grunderkrankungen.

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