Warum eine ungesunde Ernährung das Gehirn schädigen kann
Wie genau eine ungesunde Ernährung die Gehirnleistung beeinflusst, ist Gegenstand der Forschung. Untersuchungen zeigen ein Zusammenspiel verschiedener Wirkgrößen. Zum einen wird ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und den Folgekrankheiten Bluthochdruck und Diabetes angenommen, die mit einem höheren Demenzrisiko einhergehen. Ebenso wird vermutet, dass sich eine ungesunde Ernährung ungünstig auf das Darmmikrobiom auswirkt – was zu Veränderungen im Gehirn führen kann. Zudem haben Forscher einzelne Zusatzstoffe in Verdacht, neurotoxisch zu wirken, beispielsweise Glutamat, Nitrate und Aromen.
Tierische Produkte in Maßen verzehren
Tierische Produkte wie rotes Fleisch und fette Milchprodukte sollten ebenfalls nur in Maßen verzehrt werden. Wie ein hoher Zuckerkonsum oder der Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln wirken sie sich ungünstig auf die Gesundheit aus. In großen Mengen gegessen, begünstigen sie Übergewicht, erhöhen das Diabetes-Risiko, können die Blutgefäße schädigen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen – was das Alzheimer-Risiko erhöht.
Zudem sind tierische Produkte reich an Cholesterin, was Gefäßablagerungen begünstigt. Alles, was dem Herzen und den Gefäßen schadet, schadet letztlich auch dem Gehirn. Denn das Herz versorgt über den Blutkreislauf das Gehirn mit dem von ihm benötigten Sauerstoff und Nährstoffen.
Diese Ernährung stärkt die Denkleistung
Die Forschung zeigt, dass eine gesunde Ernährung dazu beitragen kann, das Demenzrisiko zu mindern. Dabei kommt es nicht auf einzelne Lebensmittel an, sondern auf eine ausgewogene Mischung. Demenzexperten empfehlen in diesem Zusammenhang besonders die sogenannte Mittelmeerküche. Die mediterrane Kost ist reich an Gemüse und Obst, Salaten, Hülsenfrüchten, Nüssen, pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, frischen Kräutern, Vollkornprodukten und Fisch.
Die nordische Ernährung zeigt der Alzheimer Forschung Initiative e. V. zufolge ähnlich positive Effekte auf das Gehirn. Der nordische Speiseplan zeichnet sich durch einen häufigen Verzehr von nicht stärkehaltigem Gemüse (Brokkoli, Kohl, Blattgemüse), Äpfeln, Birnen, Pfirsichen, Beeren, fettem Seefisch (Lachs, Hering, Makrele), Geflügel, Vollkornnudeln, Reis, pflanzlichen Ölen (Rapsöl) sowie den häufigen Konsum von Tee und Wasser aus.
Wie eine gesunde Ernährung das Gehirn schützt
Laut der Alzheimer Forschung Initiative e. V. ist eine gesunde Ernährung doppelt wichtig, um Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen vorzubeugen:
- Sie liefert Nährstoffe, die Gehirnzellen stärken und Entzündungen entgegenwirken.
- Sie senkt Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht oder hohe Cholesterinwerte, die mit einem erhöhten Demenzrisiko in Verbindung stehen.












