Versteckter Helfer
Kennen Sie diese Funktion Ihres E-Bikes?
23.08.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.
In jedem fünften deutschen Haushalt steht mittlerweile ein E-Bike. Doch eine praktische Funktion, die viele Modelle mitbringen, ist den meisten Besitzern unbekannt.
Viele E-Bike-Besitzer kennen sie nicht: die Anfahr- und Schiebehilfe, die bei zahlreichen Modellen serienmäßig ist. Per Knopfdruck bewegt sich das Rad dabei ohne Treten mit bis zu 6 km/h vorwärts. Wie die Funktion arbeitet und wie sie sich anpassen lässt, lesen Sie im Folgenden.
E-Bikes, auch Pedelecs genannt, sind Räder, die nur beim Treten elektrisch unterstützt werden und sich nicht selbstständig fortbewegen. Das Straßenverkehrsgesetz erlaubt jedoch eine Ausnahme: Eine elektromotorische Anfahr- oder Schiebehilfe darf das Rad auch ohne gleichzeitiges Treten antreiben, allerdings nur bis zu einer Geschwindigkeit von 6 km/h.
Das kann im Alltag nützlich sein, beispielsweise beim Schieben des bis zu 30 Kilogramm schweren Rades oder beim Anfahren an einer Steigung.
So wird die Funktion aktiviert
Nicht jedes E-Bike verfügt über diese Funktion. Aber sie ist weitverbreitet. Wenn eine Anfahrhilfe vorhanden ist, funktioniert sie in der Regel nach dem Prinzip eines Totmannschalters: Wird die Plus-Taste am Lenker gedrückt gehalten, fährt das Rad selbstständig an. Normalerweise regelt diese Taste nur die Stufe der Tretunterstützung.
Je nach Hersteller und Modell kann die Aktivierung abweichen. Einige Hersteller setzen auf ein zweistufiges Verfahren, um eine versehentliche Auslösung der Funktion zu verhindern. In diesem Fall muss die Funktion zunächst über eine weitere Taste oder im Menü freigeschaltet werden. Zeigt das Halten der Plus-Taste keine Wirkung, empfiehlt sich ein Blick ins Handbuch oder eine Rückfrage beim Hersteller.
Geschwindigkeit lässt sich anpassen
Die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h liegt knapp über der durchschnittlichen Schrittgeschwindigkeit von 5 km/h, die zudem von Person zu Person variiert. Einige Hersteller lösen dieses mögliche Problem, indem sie die Schiebegeschwindigkeit vom eingelegten Gang abhängig machen. Bei einem hohen Gang fährt das Rad beim Schieben schneller, bei einem niedrigen Gang entsprechend langsamer. Diese Möglichkeit steht jedoch nicht bei allen Elektrofahrrädern zur Verfügung.











