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„Mogelpackung des Jahres 2025“: Diese Produkte stehen zur Wahl
05.01.2026 – 15:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Verbraucherzentrale sucht die dreisteste Mogelpackung des Jahres 2025 und lässt Verbraucher abstimmen. Fünf Produkte stehen zur Wahl.
Jedes Jahr zeichnen die Verbraucherschützer ein Produkt aus, bei dem versteckte Preiserhöhungen festzustellen sind. Damit soll auf die sogenannte Shrinkflation aufmerksam gemacht und Druck auf Hersteller, Handel und Politik ausgeübt werden.
Zur Wahl stehen fünf verschiedene Produkte, die die Verbraucherzentrale ausgewählt hat und die im vergangenen Jahr durch intransparente Preiserhöhungen aufgefallen sind, etwa durch reduzierte Füllmengen bei unverändertem oder steigendem Preis. Vom 5. bis zum 20. Januar um 16 Uhr können Verbraucher ihre Stimme für eines dieser Produkte vergeben.
Kandidat 1: Milka-Schokolade von Mondelez
Die Milka-Alpenmilch-Tafel ist Anfang 2025 ein klassisches Beispiel für Shrinkflation geworden: Statt 100 Gramm wiegt sie nur noch 90 Gramm, gleichzeitig stieg ihr Preis von 1,49 auf 1,99 Euro. Dementsprechend erhöhte sich der Preis um über 48 Prozent. Für Verbraucher sei besonders die unveränderte Verpackung irreführend, erklärt die Verbraucherzentrale, denn Kunden würden den geschrumpften Inhalt auf den ersten Blick nicht erkennen. Auch andere Sorten der Marke schrumpften im vergangenen Jahr, etwa Noisette oder Trauben-Nuss.
Mondelez begründet die Preiserhöhung mit stark gestiegenen Kakaopreisen. Die Verbraucherschützer halten das für wenig überzeugend und haben wegen Irreführung Klage eingereicht.
Kandidat 2: Käse-Streusel-Backmischung von Dr. Oetker
Auch die Käse-Streusel-Backmischung von Dr. Oetker verlor deutlich an Inhalt. Statt 730 Gramm enthält die Packung nur noch 370 Gramm. Der Preis wurde nur minimal reduziert (von 3,99 auf 3,79 Euro), wodurch Verbraucher nun insgesamt knapp 90 Prozent mehr bezahlen.
Gleichzeitig vermarktet der Hersteller das Produkt als „Klassiker neu interpretiert“, obwohl sich inhaltlich, bis auf die Menge, kaum etwas verändert hat. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Hamburg handelt es sich deshalb nicht um ein neues Produkt, sondern um eine versteckte Preiserhöhung ohne transparente Kennzeichnung.











