
In dieser Phase häufen sich auch gesundheitliche Risiken. Bluthochdruck oder andere altersbedingte Erkrankungen können dem Gehirn jetzt besonders zusetzen.
Phase 5: Hohes Alter – die Vernetzung löst sich weiter auf
Die letzte Phase beginnt mit etwa 83 Jahren. Hier nimmt die Hirnvernetzung noch einmal deutlich ab. Die Netzwerkarchitektur wird lückenhafter, Ausfälle in einem Bereich lassen sich nicht mehr so leicht durch andere ausgleichen. Die kognitiven Fähigkeiten lassen spürbar nach.
„Die Netzwerkstruktur wird im hohen Alter immer regionaler. Das macht das Gehirn anfälliger für Störungen“, so die Forscher.
Die Studie liefert neue Ansätze, um neurologische und psychische Erkrankungen besser zu verstehen und sie gezielter zu verhindern. „Wir sehen, dass viele Störungen genau dann auftreten, wenn das Gehirn sich umbaut“, sagt Astle. Besonders die Umbrüche mit 9 und 66 Jahren gelten als sensible Phasen, in denen das Gehirn für Lernstörungen, Depressionen oder Demenz besonders verwundbar ist.
„Wenn wir wissen, wann unser Gehirn besonders empfindlich ist, können wir gezielter eingreifen, zum Beispiel mit Prävention oder früher Therapie“, so Mousley. Klar ist: Unser Gehirn bleibt ein Leben lang formbar.











