
Akten ziehen immer weitere Kreise
Epstein-Affäre – Diese Europäer stehen im Fokus
Aktualisiert am 03.02.2026 – 02:42 UhrLesedauer: 5 Min.
Die jüngste Veröffentlichung neuer Dokumente über Jeffrey Epstein zieht immer weitere Kreise – auch bis nach Europa. Ein erster Überblick.
Das Justizministerium in Washington hat am Freitag mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht, darunter E-Mails, Fotos und Videos. Darin erscheinen wieder die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten, darunter der heutige US-Präsident Donald Trump, Tech-Multimilliardär Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates.
Die jüngste Veröffentlichung neuer Dokumente zieht zudem weitere Kreise bis nach Europa. Namen von Prominenten aus Frankreich, Norwegen und der Slowakei tauchten in den neuen Akten auf. Im Fokus stehen verschiedene Personen, die mit Epstein Kontakt gehabt haben sollen.
Mandelson war schon im September wegen der Enthüllungen als Botschafter abgesetzt worden. Grund waren damals bekannt gewordene E-Mails des Briten an Epstein. Den neuen Dokumenten zufolge soll der Labour-Politiker Anfang der 2000er-Jahre mehrfach Geld von Epstein erhalten haben. Weitere Dokumente sollen Überweisungen Epsteins an Mandelsons Lebenspartner Reinaldo Avila da Silva belegen.
In einem Interview mit der BBC sage Mandelson, er wisse nicht, ob die Bankauszüge authentisch seien. Am Sonntagabend trat er jedoch aus der Labour-Partei aus mit der Begründung, er wolle die Partei „nicht weiter in Verlegenheit bringen“.
Der britische „Guardian“ berichtete, Mandelson drohe nun auch eine polizeiliche Untersuchung wegen des mutmaßlichen Weitergabe marktrelevanter Informationen an Epstein auf dem Höhepunkt der Finanzkrise. Dokumente aus den neu veröffentlichten Akten legen nahe, dass Mandelson eine Reihe von E-Mails geschickt hat, die vertrauliche Informationen enthielten, die die Regierung zur Bewältigung der globalen Finanzkrise erhielt. Mandelson war zum damaligen Zeitpunkt Wirtschaftsminister.










