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Home » Diese Erkrankungen drücken nachts auf die Blase
Gesundheit

Diese Erkrankungen drücken nachts auf die Blase

By zeit-heute.deJuni 6, 20263 Mins Read
Diese Erkrankungen drücken nachts auf die Blase
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Nachts oft auf Toilette?

Welche Erkrankungen auf die Blase drücken


Aktualisiert am 06.06.2026 – 07:47 UhrLesedauer: 2 Min.

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Wer nachts ständig auf die Toilette muss, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen. (Quelle: Dean Mitchell/getty-images-bilder)

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Nächtlicher Harndrang ist nicht nur nervig, sondern kann auf verschiedene Erkrankungen hindeuten. Die häufigsten Ursachen zusammengefasst.

Nächtliches Wasserlassen bezeichnen Mediziner als Nykturie. Nicht immer liegt der Auslöser dabei in der Blase selbst, wie das etwa bei einer Blasenentzündung der Fall ist. Nykturie kann auch auf eine Herzschwäche, einen Diabetes mellitus oder eine vergrößerte Prostata hindeuten. Nächtlicher Harndrang sollte daher immer ernst genommen werden.

Nächtlichen Harndrang immer abklären lassen

Fälschlicherweise wird Nykturie oft als eine unvermeidbare Alterserscheinung – vorrangig des Mannes – abgetan. Besonders angesichts des hohen Leidensdrucks und der zum Teil schwerwiegenden ursächlichen Erkrankungen ist eine medizinische Untersuchung zur Abklärung individueller Ursachen aber ratsam.

Nächtlicher Harndrang ist keine reine Alterserscheinung

Das fortgeschrittene Alter ist zwar ein wesentlicher Faktor für Nykturie, doch auch jüngeren Menschen sind die nächtlichen Unterbrechungen nicht fremd: In der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen ist etwa jeder Fünfte bis Sechste betroffen – hier allerdings öfter Frauen als Männer.

Überaktive Blase infolge einer vergrößerten Prostata

Bei den über 70-Jährigen leiden mehr als 60 Prozent an einer behandlungsbedürftigen Nykturie, die die Betroffenen zweimal oder öfter pro Nacht zum Wasserlassen treibt. In der älteren Generation sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Der Grund liegt vor allem in den altersbedingten Veränderungen im Harntrakt: Eine verminderte Kapazität der Blase gehört ebenso dazu wie eine reduzierte Flussrate, Veränderungen in der Blasenmuskulatur sowie vermehrter Restharn.

Außerdem kann die alternde Niere den Harn nicht mehr so gut konzentrieren wie noch in jungen Jahren. Infektionen der Harnwege, eine überaktive Blase und bei Männern eine vergrößerte Prostata zählen ebenfalls zu den häufigen Auslösern.

Schwaches Herz lässt die Blase drücken

Eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann ebenfalls hinter dem Symptom stecken. Geschwollene Beine, Kurzatmigkeit, Leistungsschwäche und Müdigkeit sind zusätzliche Hinweise darauf, dass das Herz an Kraft verliert und nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen kann.

Es kommt zu Wasseransammlungen in den Gefäßen und dem umliegenden Gewebe. Im Liegen strömt die Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Gefäße zurück und wird von den Nieren in die Blase weitergeleitet. Dieser Flüssigkeitsüberschuss drückt in der Nacht auf die Blase.

Diabetes mellitus treibt viele nachts auf die Toilette

Auch bei Diabetes mellitus macht sich die Blase nachts häufig bemerkbar, da der Körper versucht, den Zuckerüberschuss über die Nieren aus dem Körper zu spülen. Die Folge ist nicht nur ein verstärktes Durstgefühl, sondern auch vermehrter Harndrang. Hinzu kommt: Ein langjähriger Diabetes kann langfristig die Nerven schädigen, die die Blasenfunktion steuern (diabetische Zystopathie). Auch das führt zu vermehrtem Druck in der Blase.

Bluthochdruckmedikamente wirken harntreibend

Zudem wirken bestimmte Medikamente, die beispielsweise gegen Bluthochdruck, Ödeme und Lebererkrankungen eingesetzt werden, harntreibend. Eigenständig absetzen sollte man die Präparate allerdings nicht. Auch das eigene Durstgefühl zu ignorieren, wäre falsch. Am besten bespricht man das Problem mit seinem Arzt. So gibt es unter anderem Tabletten, die die Kapazität der Blase erhöhen und dadurch das Leiden lindern können.

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