Endometriose: Welcher Arzt hilft?
Endometriose fällt in das Fachgebiet der Gynäkologinnen und Gynäkologen, also der Frauenärztinnen und Frauenärzte. Allerdings ist die Erkrankung auch für sie nicht immer leicht zu erkennen.
Daher kann es sinnvoll sein, sich bei entsprechenden Beschwerden an eine Ärztin oder einen Arzt zu wenden, der auf Endometriose spezialisiert ist. Diese sind in zertifizierten Endometriosezentren anzutreffen. Welche Kliniken und Praxen in Deutschland dazu zählen, listet die Endometriose-Vereinigung auf ihrer Website auf.
Ein Endometriosezentrum ist auch eine gute Anlaufstelle für eine ärztliche Zweitmeinung – etwa, wenn eine Frau das Gefühl hat, dass ihre Frauenärztin oder ihr Frauenarzt ihre Regelbeschwerden nicht ernst nimmt.
Zu welchem Arzt bei untypischen Endometriose-Beschwerden?
Manchmal führt eine Endometriose auch zu Symptomen, die augenscheinlich nichts mit den weiblichen Geschlechtsorganen zu tun haben, etwa zu Verdauungsbeschwerden oder Problemen beim Wasserlassen.
Die erkrankte Frau geht dann vielleicht erst einmal zur Hausärztin oder zum Hausarzt – was auch nicht falsch ist: Sofern die Ärztin oder der Arzt für Endometriose sensibilisiert ist, kann sie oder er die Betroffene an eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt überweisen.
Jedoch haben Hausärztinnen und Hausärzte die Endometriose nicht immer „auf dem Schirm“. Wenn eine Frau bei sich Anzeichen für eine Endometriose feststellt, kann es daher sinnvoll sein, die Ärztin oder ihren Arzt explizit darauf anzusprechen.
Die Ärztin oder der Arzt kann im Laufe des Gesprächs und durch bestimmte Untersuchungen klären, welche Ursachen denkbar sind. Steckt tatsächlich eine Endometriose dahinter, lässt sich diese durch eine Bauchspiegelung feststellen. Wie diese Untersuchung abläuft, erfahren Sie im folgenden Kapitel.
Endometriose: Schritte zur Diagnose
Die Ärztin oder der Arzt muss sich zunächst ein genaueres Bild von den Beschwerden machen und dann überlegen, welche Erkrankungen als Ursachen infrage kommen. Nach dem Gespräch folgt eine gynäkologische Untersuchung, bei der die Organe im Becken abgetastet werden.
Dazu führt die Ärztin oder der Arzt einen oder zwei Finger in die Vagina ein und drückt mit der anderen Hand von außen vorsichtig auf den Unterbauch der Frau. So lassen sich zum Beispiel Knoten, schmerzhafte Stellen und Verhärtungen ertasten.
Ergänzend folgt eine Untersuchung mit dem Spekulum. Das ist ein medizinisches Instrument, das dazu dient, die Scheidenwände aufzuspreizen. Es hilft dabei, die Scheide und den unteren Teil des Gebärmutterhalses genauer zu betrachten und eventuell dort wachsende Endometrioseherde ausfindig zu machen.
Darüber hinaus kann auch eine rektale Tastuntersuchung sinnvoll sein. Dabei wird ein Finger vorsichtig in den After (das Rektum) eingeführt und der Bereich zwischen dem Enddarm und dem Gebärmutterhals beziehungsweise der hinteren Gebärmutterwand abgetastet. Verhärtungen, Knoten und/oder Schmerzen in diesem Bereich können darauf hindeuten, dass der Darm von der Endometriose betroffen ist.











