Flugreise als Nervenprobe
Diese Sorte Passagiere bringen alle auf die Palme
Aktualisiert am 04.06.2026 – 06:13 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Flug kann entspannend sein. Oft genug wird er aber zur Qual, wenn Passagiere anderen nicht den nötigen Respekt entgegenbringen. Was auf Flügen besonders lästig ist.
Immer dann, wenn Menschen sich für längere Zeit einen kleinen Raum teilen müssen, kommt es zu Komplikationen. Das beste Beispiel sind Flugzeuge. Körpergeruch, lärmende Kinder, weit zurückgestellte Sitzlehnen und Passagiere, die mit ausgestellten Beinen anderen den Platz wegnehmen, sind nur vier von vielen Ärgernissen an Bord. Welches Verhalten Passagiere an anderen am meisten nervt, hat das US-Reisemagazin „Only Wanderlust“ in einer Befragung von 1.500 Flugreisenden herausgefunden und eine Rangliste erstellt.
Tritte von hinten in den eigenen Sitz liegen dabei ganz vorn. Neun Prozent der Befragten nannten dies als ihr größtes Ärgernis, gefolgt von Passagieren mit starkem Körpergeruch und Sitznachbarn, die zu laut miteinander reden. Am wenigsten störend empfanden die Befragten helle Bildschirme auf Nachtflügen. Hier sind die 20 häufigsten Gründe für Verdruss auf Flugreisen:
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Der Schnarcher und der Eifrige
- Der Kicker: Ihr Sitz wird ständig von hinten getreten.
- Der Stinker: Ein Passagier mit starkem Körpergeruch sitzt in ihrer Nähe.
- Die Lauten: Andere Passagiere in der näheren Umgebung unterhalten sich zu laut.
- Der Rumsteher: Ein Passagier steht genau neben Ihrem Sitze, hält sich an der Lehne fest und setzt sich womöglich auf Ihre Armlehne am Gang.
- Der Betrunkene: Angetrunkene Fluggäste, die mit ihrem aufdringlichen Verhalten deutlich zeigen, dass sie nicht nüchtern sind.
- Das Lärmkind: Babys oder kleine Kinder, die heulen oder schreien.
- Der Zurücklehner: Ihr Vordermann lehnt seinen Sitz so weit zurück, dass er fast auf Ihrem Schoß zu liegen kommt.
- Der Parfümierte: Ein anderer Fluggast hat Parfüm in solchen Mengen aufgetragen, dass alle es riechen.
- Der Dröhnende: Der Passagier neben Ihnen trägt zwar Kopfhörer, Sie hören seine Musik aber dennoch.
- Der Schnarcher: Ein Passagier neben Ihnen röchelt oder schnarcht im Schlaf.
- Der Miefer: Neben Ihnen zieht ein Fluggast seine Schuhe aus und entblößt müffelnde Füße.
- Der Eifrige: Die Leuchten sind nach der Landnung noch nicht einmal ausgeschaltet, schon steht der erste Fluggast auf und schnappt sich sein Gepäck.
- Der Esser: Ein Sitznachbar bringt sein eigenes, stark riechendes Essen mit an Bord.
- Der Schwache: Sie müssen ständig aufstehen, weil der Fluggast neben Ihnen alle halbe Stunde auf die Toilette muss.
- Der Labersack: Ihr (fremder) Sitznachbar will permanent mit ihnen schnattern.
- Der Armlehnendieb: Der Nachbar beansprucht beide Armlehnen immerzu für sich (hier steht, wem sie wirklich zusteht).
- Der Entspannte: Mancher Passagier denkt, er wäre zu Hause und legt seine Füße von hinten auf Ihrer Armlehne oder am Rand Ihres Sitzes ab.
- Der Klatscher: Fluggäste, die nach gelungener Landung applaudieren, gelten ebenfalls als nervig.
- Der Spreizer: Manch einer sitzt mit ausgestellten Beinen da und dringt so in ihren Sitzbereich ein oder bildet ein Stolperhindernis im Gang.
- Die Nachteule: Ihr Sitznachbar schaut auf einem Nachtflug ununterbrochen Filme und sie bekommen wegen des grellen Bildschirmes kein Auge zu.
US-Verkehrsminister Sean Duffy hat zuletzt noch ein weiteres Ärgernis identifiziert, das ihn ganz persönlich auf die Palme bringt: Passagiere, die im Schlafanzug anreisen, um es später auf Nachtflügen besonders gemütlich zu haben. Er stellte außerdem eine „Verrohung der Höflichkeit“ fest, als er eine Aktion für mehr Respekt an Flughäfen und in Flugzeugen ins Leben rief.
Ewige Debatte: Darf man seinen Sitz im Flugzeug zurücklehnen?
Die Frage, ob Flugpassagiere das Recht haben, ihren Sitz zurückzulehnen und somit den Raum der dahinter Sitzenden einzuschränken, sorgt wiederholt für Diskussionen. Vor zwei Jahren gab es einen Vorfall, bei dem ein dauerhaft zurückgelehnter Sitz zu einer Schlägerei an Bord führte. Ein Jahr zuvor kursierte ein Video, in dem ein Mann mehrmals gegen den Sitz vor ihm schlug.
Ein Argument lautet: Wenn der Sitz sich zurücklehnen lässt, darf man das auch. Andererseits: Hat die Person dahinter nicht ebenfalls für den Platz direkt vor sich bezahlt – besonders für die Beinfreiheit? „Only Wanderlust“ fragte bei American Airlines, Alaska Airlines und Southwest Airlines nach. Alle Fluggesellschaften teilten mit, dass es keine feste Regelung dazu gebe. Vielmehr müssten sich Passagiere rücksichtsvoll verhalten und die Sache mit den anderen Passagieren klären. Scheitert die Diplomatie, sollte ein Flugbegleiter hinzugezogen werde. Auch von Eurowings in Deutschland heißt es auf Anfrage von t-online: „Bevor Sie Ihren Sitz zurücklehnen, fragen Sie die Person hinter Ihnen, ob es in Ordnung ist.“











